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Familie Herder 

HerderHans      20.12.1893Raakow    24.11.1974 - Poseritz
HerderElse      21.12.1902Raakowgeb.Will   06.02.1945 - Hitzdorf
HerderHeinz      27.01.1924Hitzdorf              seit 1945 - vermisst
HerderMargarete      31.08.1930Hitzdorf Schulz 29.07.2014 - Berlin

 

 

 

 

Heinz, Else, Margarete und Hans Herder - 1931

 

 

   

Fleischermeister Gustav Herder aus Raakow

(geb. 23.5.1857, gest.8.6.1925)

 

Ehefrau Alwine Herder (geb.13.10.1861, gest.21.2.1935)

mit ihrem Sohn Willi (geb.7.5.1903, gest. 1945)

 

 

 

 

 

 

Familie Will (ca.1916) in Raakow auf dem Gut von Schuckmann

Tochter Else (verh.Herder), Mutter Minna (geb. Weber), Vater Adolf und Tochter Margarete (verh.Arwa)

 

 

 

Die „gute Seele“ fehlt . . .

Gretchen Herder aus Hitzdorf hat uns für immer verlassen

Am 29. Juli 2014 verstarb Frau Margarete Schulz, geb. Herder aus Hitzdorf kurz vor ihrem 84. Geburtstag in Berlin.

 

Über viele Jahre hat sie Artikel für unseren Heimatgruß-Rundbrief geschrieben. Nicht nur über die alljährlichen Busreisen von Anklam in den Kreis Arnswalde, sondern auch über Hitzdorf und die umliegenden Dörfer. Über ihre weitverzweigte eigene Familie, über das Leben auf dem Dorf bis zur Vertreibung und auch über die Zeit danach. Sie hat die Dorfpläne von Hitzdorf und Kleeberg für das Archiv erstellt und unermüdlich die weitversprengten Bewohner ihres Heimatdorfes im ganzen Bundesgebiet gesucht und die meisten auch aufgespürt. Margarete Schulz hat Adressen, persönliche Daten und Fotos zusammengetragen und die Lebensläufe dokumentiert. Damit legte sie den Grundstein für die von mir erstellte Internetseite über Hitzdorf und Umgebung.  

2010 haben wir diese Idee gemeinsam entwickelt und seitdem intensiv daran gearbeitet. In unzähligen Telefonaten haben wir über die Inhalte gesprochen, sind dabei ins Klönen gekommen und haben völlig die Zeit vergessen. Sie hat mich oft korrigiert, war sehr akribisch bei ihren Nachforschungen und Aufzeichnungen. Unsere letzten gemeinsamen Projekte, die wir zusammen mit meinem Vater Hannes Meyer erarbeitet haben, waren die Umstellung der Dorfpläne und Einwohnerlisten

von Hitzdorf und Kleeberg auf das einheitliche Format, das Jochen Ullrich für den ganzen Heimatkreis Arnswalde eingeführt hat. Nicht ohne Stolz haben wir festgestellt, dass es wohl die ausführlichsten im ganzen Kreis sind. Nach jeder Reise haben  wir über alle Veränderungen in Hitzdorf gesprochen. Besonders traurig war Grete,als wir ihr 2012 erzählten, dass der Kastanienbaum vor Schalows Haus gefällt wurde. Es war seit ihren Kindertagen die einzige Kastanie im Dorf und bei jedem Besuch auch ein Ort der Erinnerung, etwas Vertrautes. Ein kleines Stückchen Heimat. Denn ihr Elternhaus in Hitzdorf, in dem Gretchen Herder am 31.8.1930  als zweites Kindder Eheleute Hans und Else Herder (geb. Will) geboren wurde, war nach dem Krieg abgebrannt. Die Eltern hatten eine kleine Landwirtschaft und der Vater hat sich zusätzlich um Gemeinde- und Kirchenarbeiten gekümmert. Die Schwester ihrer Mutter, Margarete Arwa, wohnte mit ihrer Familie und dem Großvater Adolf Will nur wenige Häuser entfernt. Gemeinsam mit den drei Cousinen und zahlreichen Freunden verbrachte sie eine glückliche Kindheit und Schulzeit in ihrem Heimatdorf.

Im Januar 1945 nahm diese friedliche Zeit ein jähes Ende. Der große Bruder Heinz war Soldat und hatte Anfang des Jahres das letzte Mal geschrieben. Er gilt bis heute als vermisst. Der Vater wurde gegen Ende des Krieges als Wachsoldat für das Gefangenenlager in Woldenberg eingezogen, und so waren Grete und ihre Mutter allein auf dem Hof, als die Russen im Januar 1945 einmarschierten. Im Februar 1945 verlor sie zuerst ihre Mutter durch Diphtherie und wenige Tage später ihren Großvater. Beide sind in Hitzdorfer Gärten begraben worden. Als im Juli 1945 die Berliner Familie Pritzkau, die als Bombenevakuierte nach Hitzdorf gekommen waren, in ihre Wohnung zurückkehrten, nahmen sie Grete mit nach Berlin. Die gefährliche Fahrt ging von Augustwalde über Kreuz und Küstrin nach Berlin. Pritzkaus Wohnung im englischen Sektor  war unzerstört und Grete bekam eine Zuzugsgenehmigung. Von nun an war sie mit ihren knapp 15 Jahren auf sich allein gestellt.

Im Laufe der nächsten Monate traf sie ihre Tante und die Cousinen wieder, denn sie hatten alle die Berliner Adresse von Opa Wills Schwester bei sich. Auch ihr Vater war zu ihrer nachgeholten Konfirmation im November 1946 in Berlin eingetroffen. Grete hat in den Nachkriegsjahren in Haushalten mit Kindern gearbeitet, wollte eigentlich Kindergärtnerin werden. Aber ab 1950 musste sie für das Notstandsprogramm von Berlin in Hausruinen Steine klopfen. 1951 bekam sie durch eine Bekannte Arbeit bei der Firma Siemens und lernte ihren Mann kennen. 1955 haben die beiden geheiratet, sie haben eine Tochter und einen Sohn.

Ihrer Familie gilt unser ganzes Mitgefühl.

 

 

Nun hat uns diese "gute Seele" für immer verlassen.  Wir sind sehr traurig und werden sie  noch oft vermissen.

"Mach`s gut, Grete! Wir werden Dich nicht vergessen und in Gedanken wirst Du hier und in Hitzdorf bei uns sein."

 

Hannes und Silke 

 

  

 

 

 

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