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Frau Margarete Schulz (geb. Herder aus Hitzdorf) hat sich im September 2011 beim Stadtanzeiger Castrop-Rauxel gemeldet, um nach den Frauen und Kindern zu suchen,

die von 1942 bis 1945 aus dem Ruhrgebiet nach Hitzdorf evakuiert worden waren.

 

Der Stadtanzeiger hat einen entsprechenden Aufruf gestartet und Antwort erhalten:

 

Nach 67 Jahren wieder vereint

 

Renate Kley geb. Klepinski

 

 

„Ach du meine Güte, die Mädchen kenne ich doch“, waren die ersten Gedanken, die Renate Kley (82) durch den Kopf gingen, als sie den Stadtanzeiger aufschlug.

Auf den Bildern der 40er Jahre erkannte sie ihre jüngere Schwester Gisela und ihre ehemals beste Freundin Margarete wieder. Nach 67 Jahren fanden sich die

Freundinnen endlich wieder.
„Ich habe sofort meine Schwester Gisela in Dortmund angerufen und ihr von dem Aufruf berichtet“, erzählt Renate Kley. Schwester Gisela traute ihren Ohren kaum

und rief sofort bei Margarete Schulz, die den Aufruf gestartet hatte, in Berlin an. „Bist du es, Gretchen?“, waren ihre ersten Worte.

Und auch Renate Kley telefonierte im Anschluss mit Margarete Schulz. Fast eine Stunde schwelgten die beiden Freundinnen in Erinnerungen. Ob sie sich noch mal

persönlich treffen werden, wissen die Frauen zwar noch nicht, aber im telefonischen Kontakt wollen sie auf jeden Fall bleiben.
Kennengelernt hatten sie sich in Kindertagen.
„Gisela ging damals in die Wilhelmschule in Castrop-Rauxel. 1942 wurden die Bombenangriffe so schlimm, dass die Schule nach Pommern evakuiert wurde. Meine Mutter

begleitete meine achtjährige Schwester nach Hitzdorf. Als meine Mutter dann krank wurde, bin ich 1943 auch nach Pommern gekommen“, berichtet die Castrop-Rauxelerin.
Nur der Vater der Schwestern blieb in der Heimat, wo er als Lokaljournalist tätig war. Während im Ruhrgebiet der Zweite Weltkrieg tobte, verbrachten Renate und Gisela

glückliche Kindertage in Hitzdorf (Nahe Stettin, heutiges Polen). „Schon bald wurden Gretchen (Margarete Schulz) und Hildchen (lebt heute bei Stuttgart) meine besten Freundinnen“,

erinnert sich die 82-Jährige. Gemeinsam mit ihren Freundinnen verbrachte die damals 15-Jährige eine herrliche Zeit. Sie unternahmen Ausflüge in die Umgebung, badeten im See

oder gingen gemeinsam ins Kino.
Doch dann kam der Tag, an dem die beiden für 67 Jahre getrennt wurden. Durch geheime Informationen erfuhr Renates Vater, dass russische Soldaten auf dem Vormarsch

nach Hitzdorf waren. Kurzerhand entschied er sich, seine Frau und die beiden Töchter zurück nach Castrop-Rauxel zu holen. Dort angekommen, war die Familie Klepinski zwar vor

russischen Soldaten, nicht aber vor ständigen Luftangriffen sicher. „Um meine Freundinnen in Pommern habe ich damals sehr getrauert. Zudem habe ich mir große Sorgen

um sie gemacht“, berichtet Renate Kley. Erst nach und nach sickerte durch, dass die Mädchen in Hitzdorf Schlimmes durch russische Soldaten hatten erleiden müssen.
Und obwohl Renate Kley ihre Freundinnen und Pommern ihr ganzes Leben lang vermisste, möchte sie heute nicht mehr nach Hitzdorf fahren.

Renate Kley: „Ich möchte einfach alles so in Erinnerungen behalten, wie ich es damals erlebt habe.

 

 

 

1944 am Prittstein-See
v.l.: Hildegard Arwa, Margarete Herder und Renate Klepinski

 

 

 

   

1944 auf dem Prittstein-See
Margarete Herder, Renate Klepinski und Hilde Arwa

 

1944 auf dem Prittstein-See
v.l.: Renate Klepinski, Hilde Arwa und Grete Herder

 

 

 

   

 Prittstein-See 1944

v.l.:Grete Herder, Herr Klepinski und Hilde Arwa

 

Gänse hüten neben dem Friedhof, gegenüber Verch:
Hilla Kumpch, Herr Klepinski, Gisela Klepinski, Margarete Herder und Frau Klepinski

 

 

 

 

   

Grete Herder mit Gisela Klepinski vor der neuen Schule

 

Grete Herder und Gisela Klepinski in Hitzdorf

 

 

 

 

Die Frauen und Kinder aus Castrop-Rauxel in Hitzdorf.

 

 

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