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Hitzdorf   -   Geschichtliches

Hitzdorf liegt in einer landschaftlich sehr reizvollen Umgebung, die ihren Ursprung in der Eiszeit hat. Der Kreis Arnswalde wird von mehreren Seenrinnen durchzogen, und Hitzdorf liegt an der Westseite der mittleren Rinne. In der hügeligen Grundmoränenlandschaft, die das Dorf umgibt, findet man  zahlreiche Seen, die meist untereinander in Verbindung stehen.                                                                             

Wie der Kreis Arnswalde, so wird auch die Gemarkung Hitzdorf von einer Hauptwasserscheide durchzogen. Sie geht zwischen dem Dorf und dem Ortsteil Kleeberg hindurch. Das Dorf selbst und die Seen in der Umgebung entwässern nach Südosten zur Drage, der Nordwesten der Gemarkung zur Oder.  

                                          

In der Gemeinde Hitzdorf verläuft alles von Nordwesten nach Südosten:

Die längsgestreckten Seen, das Dorf dazwischen, die alte Poststraße von Arnswalde  nach Woldenberg und die Eisenbahnlinie aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Durch die Lage entlang der beiden Verkehrswege erklärt sich der  langgestreckte Zuschnitt des Dorfes:

die gesamte Länge beträgt gut 6 km, die Breite ca. 2 km. Daraus ergibt sich eine Gemeindefläche von rund 12 qkm,  die Statistik benennt 1218 Hektar.

Die Wohnhäuser (Achterhöfe) des Dorfes stehen fast alle mit der Breitseite zur Straße. Die Wirtschaftsgebäude liegen nach hinten und die Grundstücke gehen auf der einen Dorfseite zum Buckow See (ca. 60 ha, ca. 2,2 km lang) und auf der anderen Seite zum Boviser See (ca. 20 ha, ca. 1,4 km lang).

Der Buckow See wird von einer weit vorspringenden Landzunge (Kippspitze) in zwei Arme teilt. Er gehört zur Hauptseenrinne und bekommt sein Wasser aus dem Raakow See. Er hat Verbindung zum Klön See und entwässert über einen Graben unter der Straße nach Augustwalde hindurch in den Schulzengraben.

Zwischen der anderen Dorfseite und der Bahnlinie liegt der Boviser See.  Die Fortsetzung dieser Steilrinne führt über den Schulzengraben zum Kössin See.

Der Prittstein See (Oellermann´s See) hat keine Verbindung mit den anderen Seen. Er erhält sein Wasser aus kleineren Gräben aus Hamann´s Wiesen und aus den Bauernfichten.

Der höchste Punkt (105m über NN) liegt im äußersten Nordwesten, der tiefste Punkt (67m über NN) am Ufer des Kössin Sees in der Ostecke, womit der größte Höhenunterschied 38 m beträgt.                 

Ein Fund aus der Bronzezeit belegt die frühgeschichtliche Besiedelung dieser Gegend.                     

1913 wurden in einer Tongrube der Hitzdorfer Ziegelei bedeutende Gegenstände gefunden, die der frühen Bronzezeit um 1800 vor Chr. zugeordnet werden konnten. Sie sind ins Märkische Museum nach Berlin gebracht worden. Sehr gute Nachbildungen befinden sich in der Heimatsammlung des Kreises Arnswalde. Hierzu gehören unter anderem 2 Stabdolchklingen, 1 Dolch, 1 Flachbeil, 1 Doppelaxt und 2 massive, offene Ringe.

1337 wird Hitzdorf zuerst im Landbuch Ludwig des Älteren erwähnt. Es heißt dort noch Hessendorp. Von seinen damals 64 Hufen waren 4 Pfarrhufen und 13 Hufen hatte die Familie von Sanitz als Rittersitz.

1349 sitzt dort Ludwig von Bertikow.

1354 kommt Hitzdorf samt Raakow, Göhren und Kölzig an das Kloster Marienwalde.

1357 nehmen die Brüder Ebel und Martin von Bertikow das bisher  lehnsrührige Dorf vom Abt und Konvent zum Lehen.

1361 wird Rudolf von Wedel zu Hitzdorf erwähnt.

1369 verkauft Beteke von dem Borne mit Zustimmung seiner Söhne Thydeke und Beteke dem Kloster für 100 Mark Pfennige 4 Hufen in Hitzdorf und die beiden Seen Buckow und Klöden (Klöhn See) daselbst.

1380 kauft das Kloster den Brüdern Kuno, Burchard, Beteke und Günter von Boreke für 400 Mark Stettiner Pfennige ihr Anteilgut in Hitzdorf ab, an Wiesen, an Weiden, an Holze, an Acker, an Wassern binnen Dorfes und außer Dorfes, mit allen Rechten und mit aller Zubehör.

1381 quittierten sie die Kaufsumme.

1388 musste Arnd von der Osten als Vogt der Neumark  jedoch einen Streit zwischen dem Kloster und Burchard von Boreke schlichten, der Anspruch auf 20 Hufen in Hitzdorf und den Hof daselbst erhob.

1398 erteilt Konrad von Boreke seine Zustimmung zu einem weiteren Verkauf.

1447 kauft das Kloster endlich von Kersten Rule (Rülicke) 12 Hufen mit dem gemauerten Hofe zu Hitzdorf für vierthalb hundert Mark Pfennige.

Aus dem Klosterhof wurde im Reformationszeitalter durch Säkularisation ein Amtsdorf. Durch drei Jahrhunderte hat Hitzdorf zum Amt Marienwalde gehört.

Zahlreiche Gebäude im Dorf sind aus behauenen Findlingsblöcken gebaut, auch die neue Kirche, in deren offenem Dachreiter man von der Bahn her die Glocken hängen sieht. Diese gehören zu den ältesten im Kreis Arnswalde. Die kleine Glocke (64 cm Durchmesser) wurde 1502 und die große (80 cm Durchmesser) 1569 von Lorenz Brüggemann in Stettin gegossen.

Als 1718/19 die Hufenklassifikation vorgenommen wurde, ergaben sich daraus für Hitzdorf nur 33 Realhufen, und zwar 28 Bauernhufen und 5 Kossäthufen, die sich auf 12 Ganzbauern, 4 Halbbauern und 4 Kossäten verteilten.

90 Jahre später wurden eine Lehnschulze, 11 Ganzbauern, 4 Halbbauern, 4 Kossäten, 17 Einlieger, 1 Fischer und 1 Schmied genannt. Insgesamt 253 Einwohner auf 42 Feuerstellen.

1840 waren es 49 Wohngebäude mit 309 Menschen. Damals war die Separation bereits durchgeführt und 4 Ausbauten waren entstanden.

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