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Nützliche Quellen aus dem Lastenausgleichsarchiv Bayreuth

(Kurzfassung)

Dr. Andreas Leipold

Eisfelder Str. 16 / Friedrich-von-Schiller-Str. 27

98667 Schönbrunn / 95444 Bayreuth

 

Zur Einführung

Seit der Gründung des Lastenausgleichsarchivs Bayreuth im Jahr 1996 stehen im Bundesarchiv zentral gelagerte Quellen zur Familienforschung jenseits der heutigen deutschen Grenzen zur Verfügung.

In vielen Fällen führen Recherchen innerhalb der Familien zu Vorfahren, welche in Schlesien, Pommern, Ostpreußen- den alten deutschen Reichsgebieten, aber auch in den deutschen Siedlungsgebieten an Wolga und Donau lebten. Weitere Recherchen scheitern in der Regel an der Unkenntnis der Sprache der Behörden der Machthaber in diesen Gebieten nach 1945.

Umso hilfreicher können die Dokumente, welche in Bayreuth zentral verwaltet werden, sein.

So werden in Bayreuth die Akten des Lastenausgleiches über Vertreibungsschäden, die Flucht und die Entschädigungszahlungen an die Flüchtlinge aufbewahrt[1]. Weiterhin befinden sich Dokumente mit Berichten über das Fluchtgeschehen, die Bevölkerungsstruktur der Gemeinden außerhalb des Deutschen Reiches, Familiendokumente und wirtschaftliche Angaben im Archiv. Auch die Bestände des Kirchlichen Suchdienstes und des Roten Kreuzes sind in Bayreuth einsehbar. Der vorliegende Aufsatz soll die für die Familienforschung nützlichen Quellen vorstellen. Ausdrücklich sei auf das im Herbst 2010 erscheinende Buch „Das Lastenausgleichsarchiv als Träger familienhistorischer Quellen“ hingewiesen. Hierin werden die Quellen im Detail vorgestellt und die verfügbaren Angaben in Listen zusammengefasst. Dieses kann die Kürze des vorliegenden Aufsatzes nicht leisten.

1. Die Lastenausgleichsakten

Mit dem Entschädigungsgesetz zum Lastenausgleich im Jahr 1952 begann die Entschädigung der Flüchtlinge, aber auch der jüdischen Mitbürger, für ihren verloren Besitz durch die Vertreibung und den NS- Terror[2].

Im Rahmen eines Verfahrens konnten die Geschädigten ihre Vermögenswerte auflisten und eine Entschädigung von der Bundesregierung fordern[3]. Die auf diese Weise zusammengekommenen Angaben wurden in Akten gesammelt - den Lastenausgleichsakten.

In der Regel ist eine Akte systematisch aufgebaut.

An erster Stelle steht der Antrag zum Lastenausgleich. Er enthält Angaben zum Antragssteller wie dessen Geburtsort und -datum. Dessen Adressen im Jahr 1939 und 1945, sowie die Adressen in den Jahren 1950 und 1955 im Bundesgebiet. Weiterhin können sich Angaben zu Ehepartnern und Kindern oder erbrechtlich begünstigten Personen finden lassen. Der Antragsteller muss nicht identisch mit dem Geschädigten sein. So konnten Kinder für die Schäden ihrer Eltern einen Antrag stellen, mussten aber die Verwandtschaft zu ihnen nachweisen.

Es folgen Angaben zum Besitz vor der Vertreibung. So können Gebäude, Gewerbe und landwirtschaftlicher Besitz aufgeführt werden. Alle Angaben mussten durch Beweismittel gestützt werden. So finden sich in vielen Akten Versicherungsscheine, Grundbuchauszüge, Fotos und Zeugenaussagen von Personen und den Heimatauskunftsstellen. Hier können bereits für den Familienforscher wichtige Erkenntnisse über die Vorfahren gewonnen werden.

Für den Fall, dass der Antragssteller ein Erbe des Geschädigten ist, enthalten die Akten Erbscheine. Diese sind besonders nützlich, da Standesamtsunterlagen während der Flucht in vielen Fällen verloren gegangen waren und nun ein Ersatzerbnachweis geführt wurde. Erbscheine erleichtern den Zugang zur eigenen Familie enorm, da sie neben Lebensdaten auch Adressen und damit Anhaltspunkte für weitere Forschungen liefern.

In einem letzten Punkt werden die Ausgleichszahlungen aufgezeigt. Sie sind in der Regel wenig wichtig, da die in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geflossenen Gelder nicht mehr vorhanden sind. Wichtiger sind die Adressen auf den Ausgleichsbescheiden, da sie den letzten durch die Lastenausgleichsakten nachweisbaren Wohnort der Akteninhaber aufzeigen.

Aus den Akten können bequem im Lastenausgleichsarchiv Bayreuth Kopien zur Familienforschung gezogen werden. Die Benutzung der Akten unterliegt dem Archivgesetz. So sind Bestände von Lastenausgleichsakten sind sehr nützliche und verlässliche Bestände zur Erforschung der Familiengeschichte, da sie neben personellen Angaben auch die Besitzverhältnisse vor der Vertreibung wiedergeben.

 

2. Die Ostdokumentationen (Ost Dok)

Bei den Ostdokumentationen handelt es sich um thematische Sammlungen von Listen und Berichte aus den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten, welche heute zu Polen, der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Ungarn und Rumänien gehören. Insgesamt liegen die Nummern 1 bis 21 in Bayreuth vor. Viele Berichte befassen sich mit den wirtschaftlichen und kulturellen Lebensumständen der deutschen Minderheiten sowie der Vertreibung der Deutschen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Hier sollen die familiengeschichtlich relevanten Bestände aufgezeigt werden.

Die wichtigsten Quellen für die Familienforschung sind die Gemeindeseelenlisten im Bestand der Ost- Dokumentation. Sie zeigen anhand von Listen die in den einzelnen Orten der ehemals deutschen Gebiete im heutigen Polen dort zum Stand von 1939 oder 1945 lebenden Familien auf. Weiterhin werden Adressen aus der Zeit nach der Vertreibung sowie das Schicksal einiger Personen durch Randbemerkungen verzeichnet.

Leider gibt es diese Listen für das Sudetenland und die deutschen Siedlungsgebiete in Südosteuropa nicht in Bayreuth.

Da die Listen erst 10 Jahre nach der Vertreibung aus dem Gedächtnis erstellt wurden, sind Fehler bei der Familienzuordnung, bei der Schreibweise der Familiennamen und Auslassungen möglich. Dennoch haben diese Listen einen hohen Stellenwert bei der Familienforschung.

Berichte über das Vertreibungsgeschehen befinden sich in den Ost Dokumentationen 1 und 2.

Die Ost Dok 1 gliedert die Berichte nach Berichterstattern, die Ost Dok 2 nach Gemeinden. Hier können wichtige Anhaltspunkte über das Erleben der eigenen Vorfahren gefunden werden. Die Berichte werden durch die Ost Dok 20 zum Sudetenland und die Ost Dok 16 zu Südosteuropa ergänzt. Die Flucht via Dänemark sowie die Evakuierungstransporte mit Listen der Flüchtlinge und der Transportschiffe befinden sich im Bestand Ost Dok 4.

Da die Berichte nicht nach Personennamen der Geschädigten gegliedert sind, wird ein Zugriff auf einzelne Familienmitglieder schwer fallen und selten zum Ergebnis führen. Nur die Lebens- und Vertreibungsumstände lassen sich durch die Berichte gut erklären.

Der Zugriff auf die Ost Dok 1 bis 3 ist recht einfach. Die Findbücher sind nach Provinzen, Kreisen und Orten gegliedert, so dass über die Nutzung von Hilfslisten schnell der Ort und die Signatur des Bestandes festgestellt werden können.

Die Ost Dokumentationen unterliegen derzeit keinen Benutzungsbeschränkungen.

3. Die Heimatortskartei des Kirchlichen Suchdienstes (HOK)

Viele Vertriebene befanden sich nach der Ankunft im heutigen Bundesgebiet im Ungewissen über den Verbleib der Verwandten. Das Rote Kreuz und die Kirchen organisierten daher verschiedene Suchaktionen. So konnten sich Personen auf Karteikarten, die in etwa dem heutigen Din A 6 Format entsprechen, notieren und zur Suche freigeben lassen. Eigene Suchanfragen waren ebenso möglich. Weiterhin konnten Nachrichten über Kriegsgefangene und Verstorbene gesammelt werden. So entstanden rund 22 Millionen Karteikarten, die seit dem Jahr 2005 in Bayreuth zugänglich sind. In Bayreuth befinden sich neben den ehemaligen deutschen Provinzen auch Karteikästen zu Ungarn, Rumänien mit den Donauschwaben, Jugoslawien und der ehemaligen Sowjetunion mit den Wolgadeutschen. Auch zu den Gebieten der ehemaligen DDR sind Karteikästen vorhanden. Weiterhin können Transportlisten, Kinder- und Pfarrkarteien zu verschiedenen Provinzen gefunden werden.

Für größere Städte liegen neben reinen Namenskarteien auch Straßenkarteien vor.

Der Erschließungsstand ist unterschiedlich. So sind die Karteikästen zu Ostpreußen, Westpreußen und Pommern nach Kreisen und darin nach Orten unterteilt. Zuerst muss der Ort in einem Gebiet identifiziert werden. Die HOK zu Niederschlesien und alle Länder Südosteuropas erlaubt eine direkte Suche nach Orten. Die HOK zu Brandenburg führt nur Orte ohne einen Verweis auf die Karteikastennummer auf. Hier gibt es trotz Verzeichnis im Findbuch keine Garantie, dass Bestände zum Ort vorhanden sind. Oberschlesien führt nur Ortsbereiche, in denen der gesuchte Ort liegen

könnte, auf. Diese unterschiedlichen Verzeichnisformen erschweren es dem Benutzer, schnell auf den gesuchten Ort zuzugreifen. Die Archivare helfen allerdings stets tatkräftig bei der Suche mit.

Eine Karteikarte enthält in der Regel Angaben zum Familiennamen, den Namen, bei Frauen den Geburtsnamen, Geburtsdatum, Geburtsort, die Adresse zum Stand von 1939 und bei der Vertreibung, sowie verschiedene Adressen im Bundesgebiet nach 1949. Nach Interesse des Karteninhabers wurden die Adressen stets aktualisiert. Weiterhin können der Familienstand, im günstigsten Fall Ehepartner und Kinder, sowie die Konfession, aufgeführt sein.

Die Karteikästen sind sehr nützlich, um Daten aus der eigenen Familie zu erhalten. Leider sind auch hier die Angaben aus dem Gedächtnis entstanden. So konnten Namensverwechslungen und falsche Zuordnungen zu Familien vorkommen. Weiterhin können, bedingt durch den Dialekt und die Aussprache, die Schreibweisen von Namen differieren. Viele Angaben wurden schnell und flüchtig vor Behörden gemacht, so dass eine 100% Sicherheit der Übereinstimmung mit dem Gesuchten nicht in jedem Fall gegeben ist.

Die Benutzung der HOK unterliegt dem Archivgesetz, doch greifen die Sperrfristen hier nicht.

 

4. Die Bestände der Heimatauskunftsstellen (HAST)

Im Rahmen des Lastenausgleichsverfahrens wurden Beweisdokumente zur Festsstellung der tatsächlich erlittenen Schäden benötigt. Diese Belege standen den Antragstellern nicht mehr in jedem Fall zur Verfügung. Daher wurden 41 Heimatauskunftsstellen geschaffen, welche im Kontakt mit den neuen Machthabern in den ehemaligen deutschen Gebieten die Besitzstrukturen klären sollten. Hierzu wurden über Anfragen bei den ausländischen Verwaltungen, aber auch bei deutschen Behörden und Personen, Grundbuchauszüge und Zeugenaussagen gesammelt. Sie wurden an die Ausgleichsämter weitergeleitet, aber auch selber gesammelt. So entstanden für jeden Ort Listen, welche die Besitzverhältnisse an Grund- und Betriebsbesitz wiedergaben.

In der Regel finden sich in diesen Listen Angaben über die Besitzgröße, den Einheitswert des Landes, sowie Käufe und Verkäufe vor Kriegsende. Es lassen sich viele Personen, welche in den entsprechenden Gemeinden gelebt hatten, nachweisen.

Die HAST geben einen guten Einblick in die Besitzstruktur der Vorfahren und sollten unbedingt in eine Recherche einbezogen werden. Vorbedingung ist die Kenntnis des Wohnortes der Verwandten zum Stand von 1939 oder 1945.

 

5. Adressbücher

Neben rein archivalischen Einheiten besitzt das Lastenausgleichsarchiv einen großen Fundus an Adressbüchern. Diese können über die Bibliothek im Benutzersaal eingesehen werden.

Adressbücher bieten sich an, um ein Bewegungsprofil einer Person, vorwiegend in großen Städten, zu erstellen. Durch die Angaben der Wohnplätze innerhalb einer Stadt zu einem gewissen Zeitpunkt können zuständige Standesämter erschlossen werden. Weiterhin können diese Angaben helfen, einen Zugang zu einer Person über die Straßenkarteien der Heimatortskartei zu erhalten. Ebenso ist es möglich, Familienzusammenhänge zu erkennen, da Personen gleichen Familiennamens unter einer Adresse mit großer Wahrscheinlichkeit verwandt sein können.

Eine Adressbuchrecherche ist in jedem Fall nützlich, doch sind die meisten Städte der ehemaligen Ostgebiete nicht mehr durch erhaltene Bücher erschlossen. Kleiner Orte sind gar nicht erschlossen.

 

6. Zusammenfassung

Die in diesem Aufsatz kurz vorgestellten familiengeschichtlich relevanten Bestände des Lastenausgleichsarchivs Bayreuth stellen nur eine Auswahl vieler weitere, aber für diese Thema nicht relevanter Quellen, dar. Der Artikel sollt nur einen kurzen Überblick über die Bestände geben und dem Familienforscher ein neues Recherchegebiet eröffnen. Detaillierte Informationen zu den Beständen kann der dem im Jahr 2011/12 erscheinenden Buch über die Bestände des Lastenausgleichsarchivs entnehmen.

[1] Gesetz über die zentrale Archivierung von Unterlagen aus dem Bereich des Kriegsfolgerechts vom 6. Januar

   1988, in: BGBL I aus 1988, S. 65

2 Gesetz über den Lastenausgleich vom 14.08.1952, in: BGBL I 1952, § 1, S. 446.

3 Gesetz über die Feststellung von Vertreibungsschäden und Kriegsschäden vom 21.04.1952, in: BGBL I 1952, S. 23

4 Bundesarchivgesetz, in: BGBL I 1992 vom 13.03.1992, S. 506.

 

 



 

 

 

 

 

 

 

Das Lastenausgleichsarchiv Bayreuth als Träger familienhistorischer Quellen

von Dr. Andreas Leipold

Eisfelder Str. 16, 98667 Schönbrunn

Honorardozent für Neueste Geschichte und Angestellter bei der Facheinheit der Erziehungswissenschaften der Universität Bayreuth

 

1. Einleitung

 

Schon vor dem Zusammenbruch NS-Deutschlands befanden sich mehrer Millionen Menschen in Europa auf der Flucht vor der Roten Armee.

Eine der größten Umwälzungen im Bereich der Bevölkerung Mittel- und Osteuropas nahm ihren Lauf.

 

Mit dem Beschluss der Potsdamer Konferenz vom Juli 1945 verloren nicht nur die Deutschen östlich der Oder und Neiße ihre Heimat, sondern auch die Polen in den nun zu Weißrussland und der Ukraine geschlagenen Gebieten. Russlanddeutsche und Russlandpolen, Tschechen, Slowaken, Südosteuropäer aller Nationalitäten verloren ihre Heimat. Der Marsch nach dem Westen begann.

 

Die deutsche oder deutschstämmige Bevölkerung flüchtete in das „Restdeutschland“ der vier Besatzungszonen und wurde dort vorerst in Privatunterkünften oder Lagern aufgefangen. Da ihre Rückführung in die ehemaligen Ostgebiete mit Ausbruch des Kalten Krieges nicht mehr möglich war, mussten diese Menschen in ihre neue Heimat integriert werden. Hierbei gingen die Besatzungsmächte und späteren Regierungen der beiden Staaten deutscher Nation unterschiedlich vor. Es ist nicht Aufgabe des Aufsatzes, diese Vorgehensweisen zu untersuchen. Hierzu steht ausreichend Literatur zur Verfügung[1].

 

Ein entscheidendes Kriterium zur Integration der Vertriebenen in der BRD stellte der Lastenausgleich dar. So sollten durch das „Gesetz über den Lastenausgleich“ Zerstörungen der Kriegs- und Nachkriegszeit oder [...] Schäden im Schadensgebiet [ausgeglichen] sowie [...] Härten, die infolge der Neuordnung des Geldwesens im Geltungsbereich des Grundgesetzes einschließlich Berlin (West) [...]“ entstanden waren, gemildert werden[2]. Zur Erweiterung der Entschädigungsgrundlagen traten das Bundesvertriebenengesetz[3] und das Feststellungsgesetz[4]

 

Im Lastenausgleichsverfahren konnten Verluste an Grund-, Betriebs- und Landwirtschaftlichen Vermögen während der Vertreibung geltend gemacht werden. Nach Beschaffung von Nachweisen, der Bewertung des Verlustes und der Aufteilung auf die Verlustparteien[5] wurde der Lastenausgleich an die Betroffenen nach Bearbeitung von mehreren Jahren ausgezahlt.

Zusätzlich konnten auch Deutsche jüdischen Glaubens Arisierungsverluste und Verluste bei ihrer Vertreibung und Aussieldung ab dem Jahr 1933 geltend zu machen[6].

Die Bevölkerung der ehemaligen DDR erhielt nach 1990 die Möglichkeit, ihre Schäden östlich der Oder aber auch auf dem Gebiet der SBZ bis 1952 nach erfolgter Flucht anzugeben. Die Ausgleichsverfahren laufen noch heute. Grundbedingung war, dass keine Ausgleichszahlungen für Vertreibungsverluste durch die DDR ab 1949 gezahlt worden waren.

Als Schäden wurden Verluste an Arbeitsmitteln, Hausrat, Reichsmarkspareinlagen, Anteile an Kapitalgesellschaften, Wohnraum und kulturellen Gütern anerkannt[7].

 

Auf diese Weise entstanden die Lastenausgleichsakten. Sie stellen den primären Quellenbestand des Lastenausgleichsarchivs in Bayreuth dar.

 

2. Das Lastenausgleichsarchiv Bayreuth

 

Die Lastenausgleichsakten wurden in den Ausgleichsämtern im Gebiet der BRD bearbeitet und archiviert. Mit dem absehbaren Ende der Bearbeitung dieser Dokumente sollte eine Lösung für die Aufbewahrung der Aktenbestände gefunden werden.

Da sie ein Dokument von zeitgeschichtlicher Bedeutung sind, kam eine komplette Vernichtung nicht in Frage. Da es sich um Akten des Bundes handelt, kam eine Archivierung im Rahmen des Bundesarchivs in Frage. Aufgrund ihrer Zwitterstellung zwischen den Dokumenten des Bestandes R für das Reich und B für die BRD, wurde ein eigenes Archiv, das Lastenausgleichsarchiv geschaffen. Dank der Bemühungen des bayerischen Staates konnte im Jahr 1989 der Umbau des ehemaligen Krankenhauses von Bayreuth sowie der Neubau eines modernen Magazingebäudes begonnen werden. Im Jahr 1996 nahm das Archiv seinen Dienst auf.

Als Aufgabe stellte der Bund dem Archiv die Archivierung von Unterlagen aus dem Kriegsfolgerecht[8]- dem Lastenausgleich- sowie die Bewahrung von Erinnerungen an Flucht und Vertreibung- die Ost Dokumentationen mit Berichten und Gemeindseelenlisten, welche vorher in Koblenz zur Benutzung bereitgestanden hatten.

Die Hauptbestände bestehen aus den Akten des Hauptamtes für Soforthilfe des Bundesausgleichsamtes, den Feststellungsakten der Ausgleichsämter, den Heimatauskunftsstellen (HAST) und seit dem Jahr 2005 die Bestände des Kirchlichen Suchdienstes der Heimatortskartei (HOK).

Eine eigene Bibliothek enthält hunderte von Bände zu Flucht und Vertreibung sowie wertvolle Adressbücher aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten.

 

3. Die Lastenausgleichsakten

 

Im Lastenausgleichsarchiv Bayreuth sowie den noch aktiven Ausgleichsämtern befinden sich 2 201 162 Lastenausgleichsakten der Bestände ZLA 1 und ZLA 2 sowie rund 8000 Akten des Bestandes ZLA 3.

 

Der Bestand ZLA 1 umfasst den größten Bestand mit 2 033 409 Akten. In ihm befinden sich die Lastenausgleichsanträge, welche auf dem Gebiet der ehemaligen BRD oder einer ihrer diplomatischen Vertretungen zwischen 1952 und 1990 gestellt wurden. Die Akten sind über das LINAS 2000 und LINAS 2005- System intern im Lastenausgleichsarchiv recherchierbar.

Der Bestand ZLA 2 umfasst alle Anträge auf Lastenausgleich aus dem ehemaligen Gebiet der DDR. Es handelt sich um 167753 Akten. Die Akten sind über das LINAS 2000 und LINAS 2005- System intern im Lastenausgleichsarchiv recherchierbar.

 

Der Bestand ZLA 3 umfasst eine kleine Auswahl negativ beschiedener Akte und ist archivarisch noch nicht für die Öffentlichkeit verzeichnet.

 

Es besteht in den Beständen der ZLA 1 und 2 Akten die Möglichkeit, nach Familiennahmen, Wohnorten vor der Vertreibung, Geburtsdaten, Signaturen und den Nummern der Ausgleichsämter zu suchen. Ein Nummernverzeichnis der Ausgleichsämter kann im Archiv eingesehen werden.

Als Ergebnis erscheint eine Tabelle mit Angaben zu den Personen, deren Schadensorten und Schadenskreise, deren Geburtsdaten sowie deren Schadensarten.

 

sign:

name:

vorname:

gebname:

gebdat:

gemeinde:

kreis:

staat:

landw:

grund:

betrieb:

bemerk:

magazin:

14455156

Mustermann

Max

 

14.01.1888

Vieschen

Stolp

D

x

 

 

 

M 1.3

16037472

Musterfrau

Maria

N.N.

01.01.1887

Vieschen

Stolp

D

x

 

 

 

MK 3

Auszug aus der LINAS 2000 Datenbank- anonymisiert

 

Über die Signatur im ersten Feld kann eine Akte identifiziert und bestellt werden. Name und Vorname sowie das Geburtsdatum dienen der Identifikation der Person. Die Suche über den Geburtsnamen einer Person ist nur über die LINAS 2005- Datenbank möglich.

Die Angabe der Gemeinde bezieht sich auf den Schadensort, nicht auf den Geburtsort der Person.

 

Lastenausgleichsakten sind standardisiert aufgebaut. Ihr Inhalt ist jedoch variabel. Es ist möglich, dass Akten am Anfang den Antrag enthalten und am Ende den Ausgleichsbeschluss. Eine umgekehrte Ordnung ist ebenfalls möglich, wobei der Ausgleichbescheid nicht zwingend in einer Akte enthalten sein muss. Er kann vom Ausgleichsamt entnommen worden sein.

 

3.1 Der Antrag

 

Der Antrag zum Lastenausgleich konnte von der geschädigten Person, aber auch von einem Mitgeschädigten oder einen Erben gestellt werden.

Im Antrag befinden sich persönliche Angaben zum Geschädigten. So können der Geburts- und Schadensort sowie das Geburtsdatum entnommen werden. Angaben zu Verwandten sind ebenfalls möglich. Die Rückseite des Antrages bietet die Möglichkeit zur Angabe des ersten Aufenthaltsortes des Geschädigten nach dem Krieg im späteren Gebiet der vier Besatzungszonen, der BRD oder der DDR sowie die Ausweisnummer des Flüchtlingsausweises. Seite drei enthält Angaben zu Ehepartnern, Kindern und weiteren Erben, die ebenfalls antragsberechtigt sind.

Für die Familienforschung lassen sich auf diese Weise Verwandtschaftsverhältnisse nachweisen, wenngleich ein rechtlicher Nachweis hierdurch noch nicht gegeben ist. Es handelt sich um reine Angaben zur Verteilung des Lastenausgleiches.

Über den Antrag lassen sich Stationen der Flucht einer Familie erkennen. Es ist möglich, dass Kinder auf einer dieser Stationen geboren wurden und in den dort angegebenen Orten standesamtlich beurkundet wurden. In der Regel werden die Aufenthaltsorte in den Jahren 1946 bis 1952 abgefragt.

 

In Zusatzanträgen konnten Schadensangaben zu landwirtschaftlichen und betrieblichen Schäden angegeben werden. Hier werden Grundstücksgrößen und Flurlagen anhand von Grundbüchern nachgewiesen.

Familiengeschichtlich können Besitzverhältnisse vor der Vertreibung erkannt werden.

Die Angaben im Schadensantrag mussten durch Beweismaterialien der Heimatauskunfts-stellen belegt werden. Auf diese Unterlagen wird später eingegangen.

Auch die Benennung von Schadenszeugen kann familiengeschichtlich von Bedeutung sein, da mancher Zeuge ein Familienmitglied oder eine Auskunftsperson zur Familie sein kann.

 

3.2 Beweismittel

 

Als Beweismittel in den Lastenausgleichsakten können Grundbuchauszüge, Kontobelege Versicherungsurkunden und Zeugenaussagen gefunden werden. Da diese nicht in jedem Fall vorlagen, oft mit Sicherheit als Kriegsverluste anzusehen waren, wurden die Heimatauskunftsstellen (HAST) geschaffen. Diese konnten mittels Berichten von ortsansässigen Bürgern, Grundbuchauszügen und Korrespondenzen mit den neuen Machthabern in den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten eine Schadensaufstellung gewährleisten. Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse erlangten den Charakter eines Beweismittels[9].

Zusätzlich finden sich in seltenen Fällen Fotos, handgezeichnete Skizzen oder Grundstücksbeschreibungen aus der ehemaligen Heimat in den Akten.

Für die Familienforschung können die Angaben wichtige Aufschlüsse über den ehemaligen Besitz der Familie Aufschluss geben.

 

3.3 Erbscheine

 

Problematisch gestaltete sich die Nachweisführung im Lastenausgleichsverfahren, wenn der primäre Antragsberechtigte während oder nach dem Krieg verstorben oder vermisst, er aber der Eigentümer des geschädigten Grundbesitzes war. In diesem Fall waren seine Erben berechtigt, im Namen des Verstorbenen den Antrag zu stellen und den Lastenausgleich ausgezahlt zu bekommen.

Zum Nachweis der Antragsberechtigung musste ein Erbschein vorgelegt werden. Dieser konnte, so vorhanden, aus der Zeit des Krieges stammen.

In den meisten Fällen verstarb der primäre Antragsberechtigte im Krieg oder nach dem Krieg.

In diesem Fall musste sein Tod nachgewiesen werden. Waren Sterbeurkunden oder ein Testament vorhanden, so war dieses kein Problem.

Waren diese Urkunden nicht mehr vorhanden oder der Todeszeitpunkt nicht nachweisbar, so wurde ein Suchverfahren über das DRK und die WAST eingeleitet. Nach einem Jahr konnte der Tod des Primärgeschädigten festgestellt und ein Erbschein eingereicht werden. Der Erbschein zu Lastenausgleichszwecken wurde kostenlos erteilt. Die Erben nach gesetzlicher Erbfolge wurden zu Antrags- und Auszahlungsberechtigte.

 

Ebenfalls wichtig wurde ein Erbschein, wenn der Lastenausgleich auf mehrere Erbparteien aufgeteilt werden musste.

 

Familienhistorisch können diese Dokumente als Ersatzdokumente dienen. Sie können verlorene Urkunden ersetzen aber auch der Familienforschung dienen. In nicht wenigen Fällen konnten nach dem Krieg vermisste Familienmitglieder gefunden und Stammbäume ergänzt werden.

 

3.4 Ausgleichzahlungen

 

Die Leistungen von Ausgleichszahlungen sind nicht zwingend in den überlieferten Akten enthalten. So sie vorhanden sind, geben sie einen Aufschluss auf die Leistungen des Staates an die Geschädigten. Sie geben nur bedingt einen Aufschluss über den Besitz der Familie vor der Vertreibung, da ein Währungsausgleich, eine Aufrechnung von Renten- und Sozialbezügen sowie eine Aufteilung auf die Erben erfolgte.

 

Interessant für die Familienforschung sind in der Regel der Adressen der Begünstigten. Da der Bescheid über die Zahlungen in der Regel das jüngste Dokument in der Akte ist, können die letzten Adressen der Betroffenen entnommen werden. Diese Daten ermöglichen dem Familienforscher einen Zugriff über die einfache Meldeauskunft der Einwohnermeldeämter auf die Familienmitglieder. Genealogen, Anwälte und nahe Verwandte können über erweiterte Meldeauskünfte auch Daten zur Familie, die über den Wohnort hinausgehen, erhalten.

 

3.5 Zusammenfassung zu den Lastenausgleichsakten

 

Lastenausgleichsakten sind für die Familienforschung von großem Wert. Neben persönlichen Daten zu Geburtsorten, Schadensorten, Geburtsdaten und Daten zu Familienmitgliedern finden sich Angaben zum Besitz vor dem Krieg, Beweisdokumente, Fotos und Skizzen des alten Besitzes.

Jüngerer Adressen verschollener Familienmitglieder können über die Auszahlungsanträge entnommen werden.

 

Der Zugriff auf die Lastenausgleichsakten ist einfach. Für den Familienforscher und dem wissenschaftlichen Benutzer stehen alle Akte von Personen, deren Tod 30 Jahre zurück liegt offen. Sollte der Tod nicht nachweisbar sein, so werden Akten von Personen, deren Geburt 110 Jahre zurück liegt freigegeben.

Für den Fall, dass beide Bedingungen einzeln nicht erfüllt sind, kann der Familienforscher unter Nachweis seiner Verwandtschaft zum Akteninhaber sowie mit Erlaubnis aller Erben des Antragsstellers eine Akte einsehen. Gerichtlich bestallte Personen erhalten diese Akten durch den Nachweis einer Bestallung eines Gerichtes und einer Vollmacht. Auch Öffentliche Aufgebote gelten als Nachweis des berechtigten Interesses.

 

4. Die Ost Dokumentationen (Ost Dok)

 

Im Lastenausgleichsarchiv Bayreuth befinden sich verschiedene Ost Dokumentationen, welche die Lebenssituation der deutschen Bevölkerung vor und nach Kriegende in den ehemaligen deutschen Ostgebieten sowie in deutschen Siedlungsgebieten wiedergeben.

 

Es handelt sich um eine Sammlung von Dokumenten verschiedener wissenschaftlicher Organisationen, Arbeitskreise der Vertriebenenorganisationen und des Bundesarchivs.

Die Dokumente wurden aus Zeugenschriften, Befragungsbögen oder als Tätigkeitsberichte von Beamten aus den betroffenen zusammengestellt.

Ziel ist es, eine Ersatzüberlieferung für verlorene Dokumente zu erstellen und Fragen der Verwaltung, Wirtschaft und der sozialen Verhältnisse in den ehemaligen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten zu klären[10]. Viele Arbeiten auf Basis der Ost Dokumentationen wurden bereits veröffentlicht[11].

4.1 Ost Dokumentation 1 - Gemeindeschicksalsberichte

 

Die Ost Dokumentation 1 enthält Fragebogenberichte (Gemeindeschicksalsberichte) Deutscher zur Vertreibung aus Ostmitteleuropa und den Siedlungsgebieten Südosteuropas. Die Ordnung erfolgt über die Gemeinden.

 

Es handelt sich um 18132 Fragebogenberichte, welche nach Kreisen, Amtsbezirken und Gemeinden geordnet sind. Der Zugriff erfolgt über sechs Hilfslisten, in denen die Kreise benannt werden. Die Suche nach der Lage der Orte in den Kreisen sollte im Voraus über das deutsche Ortsnamensverzeichnis erfolgen[12]. Die Gliederung der Ost Dok 1 umfasst die Provinzen Ostpreußen (Provinz vor 1918), Westpreußen mit der freien Stadt Danzig, den Korridorkreisen (Einschließlich Leipe und Rippin) sowie die nach 1919 zu Ostpreußen gekommenen Reichskreise, das Wartheland und Polen mit den ehemaligen Kreisen der Provinz Posen, die kongresspolnischen Kreise, welche 1939 bis 1945 zum Wartheland gehörten, der Regierungsbezirk Zichenau, welcher 1939-1945 zu Ostpreußen gehörte und das übrige Polen. Weiterhin ist die Provinz Pommern ohne die Kreise Friedeberg Neumark und Arnswalde, welche unter Ostbrandenburg zu finden sind, erschlossen. Zuletzt sind die Provinzen Niederschlesien mit den Regierungsbezirken Breslau und Liegnitz sowie Oberschlesien mit den Regierungsbezirken Oppeln und Kattowitz erschlossen.

 

Die Ost Dokumentation 1 befasst sich mit den deutschen Siedlungsgebieten im heutigen Polen. Gemeindeschicksalsberichte zu Böhmen und Mähren befinden sich in der Ost Dok 20 I. Gemeindeschicksalsberichte zur Slowakei, Ungarn, Jugoslawien und Rumänien befinden sich in der Ost Dok 17. Sie umfasst eine Beschreibung der Jahre 1944-1951.

Die Ost Dok 1 entstand im Auftrag eines Publikationsvorhabens des Bundesministeriums für Vertriebene seit dem Jahr 1952. Sie wurde in Zusammenarbeit mit den Vertriebenverbänden angefertigt[13]. Zusätzlich wurden seit 1969 rund 5500 Erhebungsbögen zu Gewaltakten gegen die deutsche Bevölkerung auf der Flucht erstellt und der Ost Dok 1 als Anhang beigegeben[14]. Hier befinden sich auch Berichte aus Jugoslawien in den Grenzen von 1939, dem Protektorat Böhmen und Mähren und den Lagern und Gefängnissen in den Vertreibungsgebieten, welche in der übrigen Ost Dok 1 nicht vorkommen.

 

Die Erstellung der Berichte folgte einem genauen Schema, welches durch einen Fragebogen vorgegeben wurde.

So wurden Angaben zum Ort, über den der Bericht handelt, wie die Bevölkerungszahl vor und während des Krieges abgefragt. Es folgten Fragen zum Einmarsch feindlicher Truppen, zu den deutschen Verteidigern und Kämpfen in der Ortsumgebung. Auch das Verhalten der feindlichen Truppen gegenüber der Bevölkerung wird zu meist aufgezeigt. Die Fragen eins bis vier behandelten das militärische Geschehen in den Gemeinden. Frage fünf beschäftigte sich mit Zerstörungen in den Gemeinden.

Weiterhin wird die Flucht und Vertreibung dargestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Verhalten der NS-Behörden zur Vorbereitung und Durchführung der Flüchtlingstrecks. So wurden in Punkt sechs nach Vorbereitungsplänen und vorzeitigen Verlagerungen von Industrie sowie die vorzeitige Versendung von Müttern mit Kindern abgefragt. 

Frage sieben befasste sich mit der Flucht, dem Fluchtweg, in der Heimat zurückgebliebene Personen oder die Rückkehr nach Flucht. Frage acht ergänzte den 7. Punkt um die Aufführung ortsfremder Trecks.

Die Fragen neun und zehn behandelten das Verhalten der Besatzungsmacht gegenüber den Deutschen, insbesondere Misshandlungen und Maßnahmen gegen die Deutschen. Die folgende Frage ging über den Heimatort hinaus und fragte nach dem Leben der Deutschen in den Lagern der Besatzungsmächte.

Die Fragen zwölf und 13 behandelten die Rettung kultureller Güter. Frage 14 befasste sich mit der Ausweisung der Deutschen nach ihrer Rückkehr in die Heimatgemeinden. 

 

Für die Gebiete Ost- und Westpreußens liegt eine hohe Dichte an Berichten vor. Für Oberschlesien ist diese Dichte sehr gering, da viele Personen nach dem Krieg in ihrer Heimat verblieben oder dorthin zurückkehrten. Für das Wartheland ist diese Dichte ebenfalls sehr gering, da keine Gemeindeverzeichnisse mit Wohnorten Volksdeutscher vorhanden waren[15]

Insgesamt befinden sich 1461 Berichte zum Wartheland gegenüber 16671 Berichte zu den restlichen Gebieten östlich von Oder und Neiße in diesem Bestand. Insgesamt handelt es sich im 18132 Berichte.

 

Ostpreußen ist nach Kreisen und Gemeinden gegliedert und im Findbuch nachweisbar[16]. Es sind 5067 Berichte in Bayreuth vorhanden.

Westpreußen ist nach Kreisen und Amtsbezirken gegliedert. Der erste Teil umfasst die alte Provinz Westpreußen mit Teilen der Kreise Leipe und Rippin, welche nach 1939 als Danzig- Land und Großes Werder ins Reich eingegliedert wurden[17]. Dieser Teil umfasst 195 Berichte.

Der zweite Teil umfasst die Korridorkreise, welche 1919 zu Polen und nach 1939 von Polen zum Reich zurück gelangten[18]. Dieser Teil umfasst 1453 Berichte. Teil drei umfasst die Reichskreise, welche vor 1919 zu Ostpreußen gehört, nach 1919 zu Polen geschlagen und 1939 zum Reich zurückgekehrt waren[19]. Dieser Teil umfasst 397 Berichte.

Damit ist Westpreußen durch die Ost Dok 1 durch 2045 Berichte in Bayreuth erschlossen. 

Die Berichte zum Wartheland sind viergeteilt. Teil eins befasst sich mit den Gebieten Polens, welche 1939 zum Deutschen Reich geschlagen wurde[20]. In Bayreuth sind 1152 Berichte zu diesem Teil des unter dem Begriff Wartheland verzeichneten Gebietes vorhanden

Teil zwei umfasst die ehemaligen polnischen Gebiete, welche dem Wartheland zwischen 1939 und 1945 angehörten[21]. Zu diesem Bereich sind 281 Berichte vorhanden.

Teil drei beschreibt die polnischen Gebiete, welche nach 1939 zu Ostpreußen geschlagen wurden[22]. Es sind zehn Berichte vorhanden.

Teil vier beschreibt das Restpolen unter Einschluss von Provinzen, welche 1945 zu Weißrussland und der Ukraine gelangen sollten[23]. Es sind nur 12 Berichte vorhanden.

Pommern wurde in den Gebieten Hinterpommerns ohne die Kreise Arnswalde und Friedeberg Neumarkt aufgenommen[24]. Beide Kreise befinden sich in der Ost Dok 1 zu Ostbrandenburg.

Es sind 3266 Berichte zu Pommern in der Ost Dok 1 in Bayreuth überliefert.

Schlesien ist in Ober und Niederschlesien unterteilt.

Zu Oberschlesien[25] sind 1086 Berichte aus den Regierungsbezirken Oppeln und Kattowitz vorhanden in Bayreuth vorhanden. Zu Niederschlesien[26] mit den Regierungsbezirken Liegnitz und Breslau sind 2435 Berichte in Bayreuth vorhanden. Schlesien umfasst im bayreuther Bestand 3761 Berichte.

Zu Ostbrandenburg[27] einschließlich der pommerschen Kreise Arnswalde und Friedberg Neumarkt sind 1346 Berichte in Bayreuth vorhanden. Kreise, die durch die Oder und später durch die Grenze zu Polen getrennt wurden, wurden dennoch zusammenhängend in ihren Grenzen von 1939 betrachtet.

 

Die Fragebögen konnten in Textform, aber auch als Stichpunkte abgehandelt werden, so dass der Quellenwert von Fall zu Fall unterschiedlich ist. Festgehalten werden muss weiterhin, dass die Berichte erst einige Jahre nach dem Krieg auf der Basis des Gedächtnisses entstanden waren.

Dennoch handelt es sich bei den Gemeindeschicksalsberichten um eine Quelle erster Klasse, da sie, gerade beim Fehlen weiterer authentischer Aussagen zum Vertreibungsgeschehen, einen guten Einblick in Vorgänge der Vertreibungsjahre bietet.

Familienforscher können die Geschehnisse, in die ihre Verwandten involviert sein konnten, in anschaulicher Weise dargestellt finden. Leider sind personenrelevante Daten selten zu finden, da diese nicht Teil des Fragebogens und damit der Berichte waren.

 

Der Zugriff auf die Gemeindeschicksalsberichte wurde in den letzten Jahren sehr vereinfacht. Sie wurden auf Mikrofilm abgelichtet und können vom Benutzer innerhalb weniger Minuten nach deren Bestellung eingesehen werden. Die Grundvoraussetzung ihrer Lesbarkeit ist die Fähigkeit, Handschriften - auch Sütterlin - zu entziffern, da nur wenige Berichte in gedruckter Form vorliegen.

 

4.2 Ost Dokumentation 2 - Personenschicksalsberichte

 

Die Ost Dok 2 befasst sich mit Erlebnisberichten aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten östlich von Oder und Neiße sowie in den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten in Süd-, Mittel-, und Osteuropa. Sie sind die Grundlage der Berichte zur „Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ostmitteleuropa“. Es liegen in Bayreuth rund 11000 Berichte vor.

Es handelt sich um Berichte „[...] über unmenschliche Übergriffe, denen die deutsche Bevölkerung [...] während und nach den Kampfhandlungen in der Heimat [und] in den Vernichtungslagern [bis zur] endgültigen Austreibung [...] ausgesetzt war [...]“[28]. Die Berichte folgen der Frage nach den Kämpfen, der Zeit nach der Kapitulation, die Zurückgebliebenen und die Verschleppten.

Als Quellenmaterial dienten Briefe, Vernehmungsniederschriften und Tagebücher.

Die Sammlung wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Vertriebene im Jahr 1950 begonnen und von den Landsmannschaften unterstützt. Sie wurden für die „Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa“ verwendet.

Die Ordnung erfolgt über den Heimatort der vertriebenen Person vor der Vertreibung, egal, ob er über diesen Ort oder über andere Orte berichtete. Innerhalb dieser Ordnung sind die Berichte alphabetisch nach den Berichterstattern geordnet.

Zu Ostpreußen[29] sind 1495 Berichte in Bayreuth vorhanden. Es ist wiederum über Kreise und Orte im Findbuch erschließbar. Eine Aufgliederung nach Gemeinden erfolgt nicht, da das Findbuch der Ost Dok keine Aufteilung enthält.

Zu Westpreußen sind 869 Berichte aufgeteilt in die westpreußischen Kreise vor 1919[30], die Korridorkreise[31] und die Reichskreise[32] vorhanden.

Zum Wartheland, welches in die bis 1919 bestehende Provinz Posen[33], die Gebiete, welche nach 1939 zum Wartheland kamen[34], die polnischen Gebiete, welche 1939 zu Ostpreußen gelangten[35] und die restpolnischen Gebiete[36] gegliedert ist, sind 989 Berichte in Bayreuth vorhanden.

Zu Pommern[37] befinden sich 1130 Berichte in Bayreuth.

Zu Ostbrandenburg[38] einschließlich der pommerschen Kreise Arnswalde und Friedeberg Neumark befinden sich 231 Berichte in Bayreuth.

Schlesien ist in die Gebiete Niederschlesiens und Oberschlesiens unterteilt. Zu Niederschlesien[39] befinden sich 1143 Berichte in Bayreuth. Zu Oberschlesien[40] befinden sich 611 Berichte in Bayreuth.

Zum Sudenteland[41] befinden sich 1260 Berichte in Bayreuth.

Zum ehemaligen Reichsprotektorat Böhmen und Mähren[42] sind 486 Berichte in Bayreuth vorhanden.

Zu Rumänien, welches in die Gebiete Banat mit 152 Berichten[43], Bessarabien ohne Kreisangaben mit fünf Berichten, die Bukovina[44] mit 108 Berichten, der Provinz Crisana mit dem einzigen verzeichneten Kreis Sutu-Mare mit 11 Berichten, der Provinz Dobrogea[45] mit 15 Berichten, der Provinz Moldava mit dem Kreis Botosani mit einem Bericht, der Provinz Muntenia[46] mit 23 Berichten und der Provinz Transsilvania[47] mit 224 Berichten unterteilt ist, befinden sich 539 Berichte im Lastenausgleichsarchiv.

Zu Ungarn[48] befinden sich 345 Berichte in Bayreuth.

Zu Jugoslawien[49] befinden sich 874 Berichte im Lastenausgleichsarchiv.

 

Wenn gleich es einer Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen gleich kommen mag, so können diese Berichte wichtige Angaben zur Vertreibung von Familienangehörigen bieten. Leider ist eine personalisierte Suche nicht möglich. Namentlich sind nur die Berichterstatter aufgeführt.

Wenn gleich der Familienforscher nur in seltenen Fällen seine Verwandten in den Berichten finden wird, stellen die Nachrichten dennoch eine wichtige Quelle zu den Umständen der Flucht aus den benannten Gebieten dar. Sie geben einen guten Eindruck über Leben und Leiden der Vorfahren.

 

4.3 Ost Dokumentation 3- die Gemeindeseelenlisten

 

Die Erstellung der Ost Dok 3 wurde im Jahr 1952 im Auftrag des „Bundesministeriums für Vertriebene“ begonnen. Ziel war es, personelle Verluste während der Vertreibung aufzuzeigen. Die Durchführung wurde von den Landmannschaften übernommen und im „Arbeitskreis Hamburg“ koordiniert[50]. Seit 1954 bearbeitet das Bundesarchiv die Ost Dok 3. mit der Ausweitung der Arbeiten der Heimatortskartei des Kirchlichen Suchdienstes wurden die Arbeiten an der Ost Dok 3 im Jahr 1956 eingestellt.

 

Die Ost Dokumentation 3 enthält die Gemeindeseelenlisten mit Einwohnerverzeichnissen und Ortsplänen aus den ehemaligen deutschen Reichsgebieten östlich der Oder und Neiße.

Teilweise sind diese Listen durch kurze Berichte ergänzt. Insgesamt sind 15568 Gemeindeseelenlisten zu 12083 Gemeinden und 7745 Ortspläne zu 6750 Gemeinden verzeichnet. Sie geben den Familienstand der Einwohner der betroffenen Orte zum Stand von 1939, deren Beruf und Verwandtschaftsverhältnis zu einander sowie deren Schicksal während und nach der Vertreibung an. Auch Geburtsdaten können erschlossen werden. In vielen Fällen lassen sich Adressen der Personen nach 1945 nachweisen.

Die Ortspläne geben Aufschluss über die Wohn- und Besitzsituation vor der Vertreibung, erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Genauigkeit.

Der Aufbau folgt einem Schema, welches durch die Kopfzeile vorgegeben wurde. So werden Name, Vorname, Geburtsdatum, Herkunft, Wohnort 1939, Verbleib nach 1945 und der Familienstand abgefragt.

 

Zu Ostpreußen[51] befinden sich 5154 Listen und 4128 Ortspläne in Bayreuth.

Westpreußen, bestehend aus der Provinzen aus der Zeit vor 1918[52] mit 45 Listen und 45 Ortsplänen, den Korridorkreisen[53] einschließlich Leipe und Rippin mit 1190 Listen und 365 Ortsplänen, den 1919 zu Ostpreußen geschlagenen Kreisen[54] mit 311 Listen und 117 Ortsplänen wird durch 1546 Listen und 525 Ortspläne abgedeckt.

Zum Wartheland, bestehend aus der alten posner Provinz[55] mit 1534 Listen und 246 Ortsplänen, dem kongresspolnischen Bereich[56] (1939-1945 zum Wartheland gehörend) mit 128 Listen und 18 Ortsplänen, dem Regierungsbezirk Zichenau[57] (seit 1919 zu Ostpreußen gehörend) mit 7 Listen und 2 Ortsplänen, sowie das übrige Polen[58] mit 52 Listen und 8 Ortsplänen, sind 1721 Listen und 274 Ortspläne vorhanden.

Zu Pommern[59] befinden sich 3265 Listen und 1277 Ortspläne im Archiv.

Zu Ostbrandenburg[60] einschließlich der pommerschen Kreise Arnswalde und Friedeberg Neumark können 766 Listen und 371 Ortspläne in Bayreuth gefunden werden.

Zu Niederschlesien[61] befinden sich befinden sich 1463 Listen und 663 Ortspläne im Lastenausgleichsarchiv. Oberschlesien[62] ist durch 316 Listen ohne die Zusatzlisten des niederschlesischen Kreises Guhrau und 132 Ortspläne erschlossen.

 

Die Gemeindeseelenlisten sind sehr hilfreich, da sie nach Familien geordnet sind und den Zusammenhang von Namensträgern in einer Gemeinde aufzeigen können. Die Listen geben im besten Fall den Familienstand, Berufe, Adressen, Besitz und den Verbleib einer Familie nach dem Krieg wieder.

Quellenkritisch sollte festgehalten werden, dass die Listen erst zehn Jahre nach dem Krieg entstanden sind, so dass Gedächtnislücken der Autoren möglich sind. Schreibweisen von Namen konnten, so kein Ortsverzeichnis vorlag, nach dem Klang aufgenommen worden sein, so dass die Schreibweisen von den Originalen abweichen können.

Gerade bei großen Städten sind nur wenige Namensträger verzeichnet. Daher empfiehlt es sich, die Ost Dok 3 in Verbindung mit einem Adressbuchverzeichnis zu verwenden. Beide können sich hervorragend ergänzen.

 

4.4 Ost Dokumentation 4

 

Für die Ost Dok 4 wurde unter Leitung der Ost Akademie von Flüchtlingen, Offizieren und zivilem Personal an Bord der an der Evakuierung beteiligten Schiffe seit dem Jahr 1971 eine eigene Sammlung geschaffen.

Der Kernbestand umfasst die Materialsammlung des Konteradmirals a. D. Detlef Karsten von Krannhals und den umfangreicheren Nachlass des Konteradmiral a. D. Conrad Engelhardt. Letzterer Nachlass umfasst neben Berichten zur Flucht über die Ostsee auch Transportlisten, Schiffslisten, Verlustlisten, Zeitungsausschnitte und Bilder[63]. Zusätzlich befinden sich in ihr Kopien von Kriegstagebüchern der Kriegsschiffe und maritimen Festungen aus dem Militärarchiv in Freiburg.

Der Bestand Krannhals’ umfasst 10 Archiveinheiten. Er befasst sich mit Erlebnisberichten zur Flucht über die Ostsee und Statistiken der Personentransporte. Weiterhin befindet sich in ihm

das Manuskript „Die Rettung der Flüchtlinge über See“[64].

Im Bestand Engelhardt befinden sich Erlebnisberichte über die Seetransporte aus den deutschen Häfen nach Dänemark und den noch nicht besetzten deutschen Gebieten[65].

 

Im zweiten Teil des Bestandes befinden sich Erlebnisberichte von Seeleuten und Passagieren an Bord der an der Evakuierung beteiligten zivilen Schiffe und der Lazarettschiffe. Dieser Bestand ist nach Schiffsnamen geordnet[66].

Es folgen Briefwechsel Engelhardts mit Personen, die bei der Evakuierung halfen oder evakuiert wurden. Diese Korrespondenzen sind alphabetisch beordnet.

Teil 3 verzeichnet den Schiffseinsatz und die Schiffsbewegungen sowie Schiffsverluste in der Evakuierungsphase, primär zwischen Januar und Mai 1945. Es sind auch kleine Bestände zu Anfragen des DRK- Suchdienstes vorhanden[67]. Dieser Abschnitt enthält Ablichtungen der Kriegstagbücher von Danzig Pillau, Labiau, Libau, Danzig, Stettin und Gotenhafen[68].

Teil 4 enthält Karteien der Reedereien über deren eingesetzte Schiffe[69] sowie Wissensträgerkarteikarten über Flüchtlinge und Schiffsbesatzungen[70]. Beide Karteien sind alphabetisch geordnet.

 

Für die Familiengeschichte können diese Dokumente wichtig sein, da sie den Fluchtweg der Vertriebenen über die Ostsee aufzeigen. Interessant können diese Listen werden, wenn bekannt ist, auf welchem Schiff oder aus welchem Hafen die gesuchten Personen evakuiert wurden. Über die Karteien lassen sich in vielen Fällen wichtige Hinweise nicht nur zum Fluchtgeschehen, sondern auch zu eigenen Vorfahren finden.

 

4.5 Ost Dokumentation 5

 

Die Ost Dok 5 enthält Berichte über das Leben der deutschen Flüchtlinge in den Lagern Dänemarks zwischen 1945 und 1948. Der Kernbestand besteht aus den Unterlagen des Kieler Realschullehrers Lehmann[71] sowie aus Berichten deutscher Flüchtlinge und Lageraufseher. Weiterhin können Fotos und Zeitungsnachrichten aus den „Deutschen Nachrichten“ für die Flüchtlinge entnommen werden.

 

Die Nummern 1 bis 7 enthalten das Manuskript Lehmanns mit einer Darstellung der Erwachsenenbildung in den Flüchtlingslagern, der Kulturarbeit, einer Analyse der „Deutschen Nachrichten“ - Zeitung für Flüchtlinge in Dänemark, eine Untersuchung zur psychologischen Situation der deutschen Flüchtlinge, einer historischen- politischen Untersuchung des deutsch- dänischen Verhältnisses seit 1939, der Rückführung der deutschen Flüchtlinge nach Deutschland und eine Aufstellung der Lager mit Analyse der Verpflegung, Unterbringung, der deutschen Selbstverwaltung, des Gerichtswesens, der Sterblichkeit und den Leistungen des DRK in den Lagern[72]. Teil 2 beinhaltet die der Arbeit Lehmanns zugrunde liegenden Materialsammlung. Hier befinden sich Fotos und Konzertprogramme, Zeitungsausschnitte und Karikaturen.

 

 

 

Für die Familienforschung besonders wichtig sind die Mappen M[73], N[74], Q[75], DO 1000-1077[76] sowie ein Sach- und Namensindex zu den in der Ost Dok 5 / 38 bis 59 erwähnten Personen.

Der Familienhistoriker wird die vorliegen Daten für seine Recherchen nutzbringend verwenden können, wenn seine Verwandten in die angegebenen Lagern verbracht worden waren. Leider liegen keine personalisierten Daten zu den Insassen vor, so dass der Familienforscher zuerst klären muss ob und in welches Lager seine Angehörigen verbracht worden sind. Ist dieses der Fall gewesen, so kann er über deren Lebensbedingungen einen guten Aufschluss erhalten. Da viele Kinder in diesem Lagern zur Welt kamen, kann es von Interesse sein, sich mit der Zeit der eigenen Verwandten in Dänemark näher zu beschäftigen. Der Namensindex kann hilfreich sein.

 

4.6 Ost Dokumentation 6

 

Die Ost Dok 6[77] umfasst Erinnerungsbericht der deutschen Minderheiten in Polen zwischen 1919 und 1939/45.

Sie wird ergänzt durch die Ost Dok 16 zu Ungarn, Jugoslawien, Rumänien und der Slowakei sowie durch die Ost Dok 20 I zu Böhmen und Mähren. Zusätzlich werden Berichte über die Ausschreitungen der Polen gegenüber den Deutschen im September 1939 in der Ost Dok 7 gesammelt. Berichte über die Baltendeutschen und deren Umsiedlung in die ehemaligen polnischen Gebiete nach 1940 befinden sich in der Ost Dok 14.

Es handelt sich um 53 Akteneinheiten, welche nach Verfassern, Berichtsgebieten und Sachgebieten geordnet sind.

Als Berichtsgebiete gelten Polen allgemein, Galizien, Wolhynien, Mittelpolen, Posen, Westpreußen und Oberschlesien.

 

Die Sachgebiete befassen sich mit dem Zusammenleben der deutschen Volksgruppe in Polen mit anderen Volksgruppen, deutschen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie Siedlungen und Städten mit Deutschen Mehrheiten. Ein weiteres Gebiet sind die Organisationen der deutschen Volksgruppen in Parteien, Vereinen, Verbänden und der Jugendarbeit. Das kulturelle Leben wird durch das Schulwesen, das Kirchwesen und den Kirchenbesitz sowie „sonstige“ kulturelle Institutionen und die Presse abgedeckt.

Das Sachgebiet Wirtschaft ist in Landwirtschaft, Forst, gewerbliche Wirtschaft und Genossenschaften aufgeteilt.

Weiterhin sind Berichte über weltliche und kirchliche soziale Einrichtungen sowie deutsche Vermögensobjekte vorhanden.

 

Die Berichte beschreiben keine Einzelpersonen, sondern sind verwaltungstechnisch aufgebaut. Dennoch finden sich auch hier Angaben zu Personen und deren Wirken außerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches.

Familienforscher werden daher nur die Gegebenheiten, unter denen ihre Verwandten gelebt haben, erkennen können. Sicherlich sind aber auch diese Daten von Interesse. Bei prominenten Personen der deutschen Minderheit in Polen kann ein Zugriff über die Ost Dok 6 zur Familienforschung nützlich sein.

 

4.7 Ost Dokumentation 7

 

Die Ost Dok 7 enthält Berichte zu den Ausschreitungen der Polen gegenüber der deutschen Minderheit nach Kriegsausbruch 1939. Über die Fragebogenberichte hinausgehend können auch Erkenntnisse über das Verhältnis zwischen Polen und Volksdeutschen in der Zwischenkriegszeit, aber auch über deutsche Racheakte an Polen nach dem Einmarsch der Wehrmacht in den Heimatort gefunden werden.

 

Die Bearbeitung der Berichte begann im Jahr 1951 durch den „Arbeitskreis Hamburg“.

Der Bestand ist zweigeteilt aber parallel geführt. Im ersten Teil befinden sich frei verfasste Berichte über die Ereignisse. Im zweiten Teil befinden sich Berichte, welche auf der Basis von Fragebögen aus der Sicht des Berichterstatters über sich selber oder über Bekannt verfasst worden war. Da hier eine Vorauswahl durch die Fragen getroffen wurde, sind die Ergebnisse beider Berichtsarten nicht deckungsgleich[78].

Insgesamt befinden sich 472 Erlebnisberichte und 6106 Berichte zu den Fragebögen im Bestand[79]. Die Bearbeitung der Berichtsgebiete erfolgte analog zur Ost Dok 1 und 2, wobei die Gebiete, welche zwischen 1919 und 1939 nicht zu Polen gehörten - Pommern, Ostpreußen Niederschlesien und Ostbrandenburg, nicht einbezogen wurden.

 

Die Fragebögen sind in fünf Varianten vorhanden.

Variante 1 fragt nach dem Heimatort, der Anzahl der Deutschen in der Heimatgemeinde zum Stand von 1939, deren Festsetzung nach Kriegsbeginn, Todesmärschen und Verlusten, Anschriften von Angehörigen der Getöteten nach 1945, weitere Gewalttaten und das allgemeine Verhältnis der Polen und Deutschen in der Gemeinde in vor und nach dem Krieg.

Variante zwei ergänzte die Fragen um die Lage des Heimatortes im Rahmen von Verwaltungs- und Kirchbezirken, um Familiennamen von getöteten und verschleppten Deutschen, die Bestattung von Getöteten in der Heimatgemeinde, die Einziehung von Volksdeutsche in das polnische Heer, Maßnahmen der Polen gegen die deutsche Minderheiten vor dem Krieg, Racheakte von Polen gegen Deutsche und Deutsche gegen Polen vor und nach dem Einmarsch der Wehrmacht, Umsiedlungen der Deutschen und der Ausbau der deutschen Verwaltung während des Krieges.

Variante drei ergänzte nur die Frage nach dem Umgang der Deutschen mit den Polen, Ukrainern, Weißruthenen und Juden nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Heimatgemeinde. Ein Extrapunkt wurde in der Behandlung der Deutschen durch die Rote Armee, welche ab dem 17. September 1939 Polen angriff und auch deutsche Gemeinden besetzte, eingeführt. Die Varianten vier und fünf vereinfachten nur das Schema des Fragebogens.

 

Zum Berichtsgebiet Westpreußen[80] sind 2034 Fragebogenberichte und 132 Erlebnisberichte vorhanden. Eine Unterteilung des Gebietes erfolgt nicht.

Zum Wartheland mit den ehemaligen posener Kreisen sind 1846 Fragebogenberichte und 218 Erlebnisberichte vorhanden[81].

Für das übrigen Polen befinden sich 1847 Fragebogenberichte und 140 Erlebnisberichte in Bayreuth[82]. Das übrige Polen wurde nicht, wie bei der Ost Dok 1 und 2, nach Provinzen im Stand vor und nach 1919, sondern nach Wojwodschaften und innerhalb dieser nach Kreisen unterteilt.

Zu den zwischen 1920 und 1939 zu Polen gehörenden Gebieten Oberschlesiens befinden sich 378 Fragebogenberichte im Bestand der Ost Dok 7. Erlebnisberichte sind nicht verzeichnet. Hier wurde nur eine Unterteilung in Kreise vorgenommen[83].

Im Anhang der Ost Dok 7 können Veröffentlichungen, Manuskripte und Zeitungssammlungen, welche sich mit den Gräueltaten der der Jahre 1939 bis 1945 befassten, gefunden werden.

 

Für den Familienforscher können die vorliegenden Berichte interessant sein, wenn ein Vorfahre in den benannten Gebieten Polens zwischen 1920 und 1939/45 gelebt hatte. So können Opfer der Pogrome der Polen gegen Deutsche oder umgekehrt namentlich nachvollzogen, aber auch die Lebensumstände der Vorfahren im „Ausland“ der Zwischenkriegszeit erkannt werden.

In der Regel ist der Zugriff auf die vorliegenden Daten nicht über das Opfer, sondern über das Berichtsgebiet möglich. Daher sollte sich der Benutzer vor Beginn seiner Recherche in der Ost Dok 7 überlegen, ob seine Vorfahren Opfer oder Täter in einem Pogrome während des Krieges war.

Da die Erlebnisberichte aus dem Gedächtnis nach dem Krieg niedergeschrieben wurden, können Gedächtnislücken möglich sein. Die Variante der Fragebögen zeigt eine Standardisierung und legt die Antwortenbreite fest. Dennoch lassen die Fragen auf den Bögen 2 bis 5 viel Spielraum zur subjektiven Darstellung der Ereignisse. Hier können interessante Meinungen von Privatpersonen zu den Ereignissen zwischen 1939 und 1945 gewonnen werden.

 

4.8 Ost Dokumentation 8

 

Die Ost Dok 8 enthält Berichte von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße. Die Schwerpunkte der Berichte gliedern sich in die Maßnahmen der deutschen Behörden zur Bevölkerungspolitik, den Grundsätzen der NS- Parteilstellen zur Ostpolitik, den Lebens- und Stimmungsverhältnissen der deutschen Bevölkerung, der wirtschaftlichen Erschließung der Ostgebiete, der Kulturpolitik, des deutsch- polnischen Zusammenlebens und den Evakuierungsmaßnahmen 1945. Diese Berichte sind umso wertvoller, da viele Originalakten nicht mehr vorliegen[84]. Die Berichte wurden von den Landmannschaften gesammelt und von einer wissenschaftlichen Kommission gebündelt.

Als Berichtsgebiete[85] wurden Danzig- Westpreußen, das Wartheland, Ostpreußen, Zichenau, Pommern, Ostbrandenburg, Niederschlesien, Oberschlesien, Bialystok und das Generalgouvernement festgelegt. Damit befinden sich in Bayreuth 845 Berichte zu den deutschen Verwaltungsverhältnissen in den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Da keine Unterteilung nach Kreisen, sondern nach Themen erfolgt, wird im Anhang nicht näher auf die Verteilung der Berichte eingegangen.

 

Diese Angaben sind wiederum nicht personalisiert. Nur die Verfasser der Berichte können anhand eines Personenindexes nachgewiesen werden. Die in den Berichten vorkommenden Personen hingegen können nicht direkt erschlossen werden.

Die Nachrichten zeigen die kulturellen und politischen Tätigkeiten der Deutschen in den nach 1919 zum Reich und nach 1939 zum Reich gekommenen polnischen Gebieten auf. Auch sie sind aus dem Gedächtnis niedergeschrieben worden und umfassen den Zeitraum von 1919 bis 1945.

Die Familienforschung wird diese Daten primär zur Klärung der Lebensumstände der Verwandten nutzen können. Für Historiker mit strukturell angelegten Themen bietet die Ost Dok 8 einen reichen Fundus an wertvollsten Quellen zu sozialen Themen, zur Militär-, Technik, Verwaltungs- und zur Mentalitätsgeschichte.

 

4.9 Ost Dokumentation 10

 

Die Ost Dok 10 enthält Berichte über Verwaltung und Wirtschaft in den ehemaligen deutschen Gebieten östlich von Oder und Neiße sowie in Böhmen und Mähren.

Es handelt sich um Erinnerungsberichte von Personen, die in der wirtschaftlichen Verwaltung während des 2. Weltkrieges tätig waren. Darüber hinaus wird das Lebend der deutschen Volksgruppen in Ost- und Südosteuropa und deren Vertreibung aufgezeigt[86]. Ziel war es, Material über die Arbeit von Behörden, Verbänden und Organisationen zu erhalten[87]. Im Anhang befinden sich Nachrichtenblätter der Körperschaften sowie Zeitungsausschnitte und Korrespondenzen der Bearbeiter untereinander.

Die Ost Dok 10 ist aus einer Sammlung von Berichten zum Zeitgeschehen, welche vom Bundesinnenministerium im Jahr 1954 in Auftrag gegeben wurde, hervorgegangen. Im Unterschied zur Ost Dok 8, werden nur die Reichsgebiete in der Gliederung von 1920-1939 berücksichtigt. Es gibt aber auch Erweiterungen der Berichtsräume.

Für Ostpreußen sind die Gebiete Ostpreußens sowie die 6 beim Reich verbliebenen Kreise der ehemaligen Provinz Westpreußens[88] und des Memelgebietes als Grenzen festgelegt. Pommern wurde mit den Regierungsbezirken Köslin und Stettin definiert, wobei die Westgrenze durch eine Linie westlich Swinemünde, die Oder, und durch die Kreise Ückermünde und Greifenhagen definiert wurde. Im Osten wurden Pommern durch die drei westlichen Kreise Westpreußens, welche 1919 beim Reich verblieben waren[89], begrenzt. Ostbrandenburg umfasst die östlich der Oder und Neiße gelegenen Gebiete des Regierungsbezirkes Frankfurt / Oder sowie den posner Kreis Meseritz.

Niederschlesien wurde in der Gliederung von 1919 aufgenommen, aber um die posnener Kreise Fraustadt und den Regierungsbezirk Liegnitz bis zur Görlitzer Neiße erweitert.

Der oberschlesische Bezirk Oppeln, welcher ab 1938 zu Niederschlesien gezählt wurde, wird separat unter Oberschlesien behandelt, da die wirtschaftlichen und politischen Strukturen zu unterschiedlich waren. Die übrigen Gliederungen im Bundesarchiv führen Oppeln generell als oberschlesisches Gebiet auf.

 

Die Gliederung der Themen folgt einem genauen Schema. So wird die Verwaltung in eine staatliche, eine provinziale und einer Land- und Stadtverwaltung unterteilt. Thematisch können die innere Verwaltung, Gesundheitswesen, Wasserversorgung, Hochbauplanungen, Arbeiten und Soziales, Wohnungs- und Siedlungswesen, Wirtschaftsplanung, Verwaltungsgerichtsbarkeit und das Schulwesen erkannt werden.

Römisch II. befasst sich mit der Wirtschaft, welche in Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft und der gewerblichen Wirtschaft unterteilt wird.

 

Auch in diesem Bestand sind personalisierte Daten ehr selten. Nur die Berichterstatter sind namentlich recherchierbar.

Die Berichte geben aber einen guten Einblick in die wirtschaftliche Situation, unter der die Angehörigen lebten. Auch in diesem Punkt muss erwähnt werden, dass die Quellen aus dem Gedächtnis mit Hilfe nur noch teilweise vorhandener Dokumente erstellt wurden.

 

4.10 Ost Dok 11

 

Die Ost Dok 11 enthält die Vermögensdokumentation- Ost. Sie wurde erstellt zur „[...] Aufarbeitung über die Vermögensverluste der Vermögensträger des öffentlichen und privaten Rechts [...] in den ehemaligen deutschen Ostgebieten und in ost- und südosteuropäischen Staaten für die Zeit bis 1945 [...]“. Sie wurde erstellt im Rahmen eines Werkvertrages des Bundesausgleichsamtes und sind erst seit dem Jahr 2003 der Benutzung zugänglich[90].

Auch die Ost Dok 11 ist nicht personalisiert geführt. Sie enthält Protokolle über die Aufstellungsgrundsätze sowie die Aufstellung von Vermögensschäden.

Der zweite Teil der Ost Dok 11 ist thematisch nach Verlusten der staatlichen Verwaltung, der Forstverwaltung, den Provinzialgebäuden, den Kommunen und den Kirchen gegliedert. Eine Untergliederung für die Forstverwaltung präzisiert die Daten auf die Provinzen.

Bei den Einrichtungen des privaten Rechtes befinden sich Anstalten, Stiftungen, Vereine, Knappschaften, Sparkassen, Kapitalgesellschaften und Genossenschaften sowie Vermögen der NSDAP als nichtrechtsfähiger Verein.

Der dritte Teil befasst sich mit den Gebieten außerhalb der Reichsgrenzen, bestehend aus der freien Stadt Danzig, dem polnischen Staat in den Grenzen von 1937, der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Ungarn, Rumänien und dem Baltikum[91].

Eine eigene Kartei erschließt die Körperschaften des Bestandes. Eine personalisierte Suche ist nicht möglich.

 

Die Ost Dok 11 ist primär für die Fragestellung nach Werten der deutschen staatlicher Besitztümer im Ausland heranzuziehen. Personenbezogene Daten sind nicht zu erwarten.

 

4.11 Ost Dok 12

 

Die Ost Dok 12 enthält verschiedene Versicherungsunterlagen der deutschen Sparkassen in den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Erweitert werden die Unterlagen um die Länder Mecklenburg und Sachsen, welche sich nach 1945 in der Ostzone befanden.

Es können Unterlagen aus Schlesien mit 91 Dokumenten, Pommern mit 46 Dokumenten, Brandenburg mit 20 Dokumenten, Ostpreußen, der Westmark und Mecklenburg mit je einem Dokument, Sachsen mit 18 Dokumenten gefunden werden[92].

Die Unterlagen sind administrativer Natur und werden dem Familienforscher wenig hilfreich sein. Sie können aber zur Erforschung der Vermögenssituation in den Ostgebieten herangezogen werden, wenn gleich die vorliegenden Dokumente ein sehr lückenhaftes Bild wiedergeben.

 

4.12 Ost Dok 13

 

Die Ost Dok 13 enthält Berichte über die Tätigkeit der deutschen Verwaltung in den annektierten Gebieten Polens, des Baltikums und der Sowjetunion zwischen 1939 und 1945.

Der Aufbau erfolgt ähnlich der Ost Dok 10. Der Kernbestand umfasst Erinnerungsberichte und niedergeschriebene Interviews deutscher Beamter und Angestellter aus Verwaltung und Wirtschaft. Zusätzlich befinden sich Abschriften von Quellen im Band. Es handelt sich wie bei der Ost Dok 8 und 10 um eine Ersatzüberlieferung für verlorene Dokumente.

Die Berichte umfassen Angaben zu öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Verbänden und Vereinen sowie Behörden[93]. Es handelt sich um subjektive Berichte, die dennoch einen guten Einblick, besonders auf Grund des weitestgehenden Fehlens von Dokumenten, in die Geschehnisse in den besetzten Gebieten des Ostens geben.

 

Die Gliederung erfolgt zuerst nach den Annektionsgbieten Ost-Oberschlesien, den eingegliederten Gebieten Ostpreußens mit den Kreisen Soldau und Zichenau, dem Bezirk Bialystok, dem Reichsgau Danzig- Westpreußen, dem Reichsgau Wartheland, dem Generalgouvernement und den besetzten Ostgebieten[94]. Nur das Generalgouvernement ist in Kreise untergliedert. Die übrigen Gebiete werden durch die Berichtsfelder unterteilt.

 

Jedes dieser Gebiete ist in die Kategorien der allgemeinen Verwaltung mit der Staatlichen und der Kreis- und Stadtverwaltung, der Landwirtschaft, der gewerblichen Wirtschaft, allgemeinen Punkten und den dortigen Unternehmen unterteilt.

Der zweite Teil der Ost Dok 13 enthält Hilfs- und Arbeitsmittel, die den Berichterstellern zur Verfügung gestanden hatten. Hier finden sich neben Flugblättern, Bekanntmachungen, Manuskripten auch Korrespondenzen der Berichterstatter.

 

Für die Familienforschung kann die Ost Dok 13 wichtige Erkenntnisse über die Lebensumstände der Vorfahren bieten. Dennoch handelt es sich um Erinnerungsberichte von Verwaltungsträgern, so dass kaum mit personalisierten Daten gerechnet werden kann. Sollte bekannt sein, dass ein Verwandter in einer der Okkupationsverwaltungen tätig war, so könnten sich dennoch einige Daten zu diesem finden lassen. Die Suche wird allerdings sehr langwierig sein.

Besonders wichtig für die Familienforschung ist die Dokumentation der Personalentwicklung der deutschen Behörden in den besetzten Gebieten des Ostens.

 

Der Personenindex führt nur die Berichterstatter auf. Eine zusätzliche Findkartei ist hilfreich für die Suche nach dem Berichtsgebiet und den Berichterstattern.

 

 

4.13 Ost Dok 14

 

Die Ost Dok 14 enthält 51 Berichte über das deutsche Volkstum im Baltikum und dessen Umsiedlung. Sie entstand unter Führung der Baltischen Historischen Kommission. Diese erhielt vom Bundesarchiv die Aufgabe, das deutsche Volksleben im Baltikum vor 1945 und die Umsiedlungsaktionen zwischen 1938 und 1945 zu dokumentieren. Mit dem Jahr 1959 waren die Arbeiten an der Ost Dok 14 beendet[95].

Es handelt sich vorwiegend um Interviews und Erlebnisberichte, so dass nur zu den Berichterstattern personalisierte Daten vorliegen. Dennoch können ehemalige Baltendeutsche den Weg ihrer Vorfahren nach Deutschland rekonstruieren.

 

4. 14 Ost Dok 15

 

Die Ost Dok 15 enthält Nachweise über Vermögensobjekte der deutschen Volksgruppenorganisationen außerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches nach 1937.

Die Bestände umfassen die Gebiete Jugoslawiens, Rumäniens und Ungarns und sind in einer Hilfsliste recherchierbar.

Zu Jugoslawien bestehend aus dem Banat mit 25 Berichte, der Baranja mit einem Bericht, der Batschka mit 24 Berichten, Bosnien mit einem Bericht, Kroatien-Slawonien mit 9 Berichten und Syrmien mit 7 Berichten sind 66 Berichte erhalten[96].

Zu Rumänien befinden sich 56 Berichte des Gebietes Nordsiebenbürgen mit 39 Gemeinden im Archiv, wobei keine Aufteilung in Kreise erfolgt. Die Suche kann alphabetisch im Findbuch vorgenommen werden.

Für das rumänische Banat gibt es keine Hilfsliste im Findbuch.

Ungarn wird durch 5 Einzelberichte über 3 Gemeinden im Bezirk Sopron abgedeckt.

Auch im Bericht der Ost Dok 15 ist eine personalisierte Suche nicht möglich. Die vorliegenden Verwaltungsberichte wurden aus dem Gedächtnis erstellt, so dass primär die Schäden und nicht die Personen im Vordergrund standen.

Dennoch geben die Daten einen guten Eindruck über die Lebensverhältnisse der Deutschen außerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches sowie deren Verluste wieder.

 

4.15 Ost Dok 16

 

Die Ost Dok 16 enthält eine Sammlung zur Geschichte der deutschen Volksgruppen in Südosteuropa in der Zeit von 1918 bis 1944/45.

Die Sammlung wurde in den Jahren 1957 bis 1964 als Ersatzüberlieferung für verlorene oder zum Ende des Krieges nicht mehr verfasste institutionelle Schriften geschaffen. So sollten „[...] politische, rechtliche, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Verhältnisse [in den] Staaten, in denen sie lebten, ihr Verhältnis zu den Staatsvölkern [...] sowie die Stellung der Volksgruppen während des Zweiten Weltkrieges [...]“ aufgezeigt werden[97].

Als Berichterstatter dienten hauptsächlich Lehrer, Geistliche, Angehörige freier Berufe, Betriebsleiter und Mitglieder der deutschen Volksverbände[98].

Die Primärgliederung ist analog der Ost Dok 15 nach Gebieten erstellt.

Die Sachberichte innerhalb der Gebiete sind in die Geschichte der Volksgruppen, die kulturellen Einrichtungen, die Volkswirtschaft, das Bevölkerungs- und Fürsorgewesenwesen, den Krieg und seine Auswirkungen auf die Volksgruppen unterteilt.

Zu Jugoslawien befinden sich rund 450 Berichte. Zu Rumänien befinden sich rund 100 Berichte im Archiv, wobei die deutschen Siedlungsgebiete im südlichen Siebenbürgen mit den Siebenbürger Sachsen nur sehr dünn erschlossen sind. Sehr wenige Berichte sind zu Ungarn und der Slowakei vorhanden.

Ein eigener Teil der Ost Dok 16 enthält Abschriften und Übersetzungen von Gesetzen und Verordnungen die deutschen Volksgruppen betreffend.

 

Für die Geschichte der deutschen Volksgruppe in Jugoslawien sind 47 Berichte vorhanden. Die kulturelle Arbeit ist durch 36 Berichte, die Volkswirtschaft durch 292 Berichte und das Bevölkerungswesen erschlossen. Die Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Volksgruppe wurden in 204 Berichten dargestellt[99].

Für die deutsche Volksgruppe in Rumänien sind 158 Berichte im Lastenausgleichsarchiv vorhanden. Hiervon entfallen 26 Berichte auf die Geschichte der deutschen Volksgruppe, 86 Berichte auf kulturelle Einrichtungen, 19 Berichte auf die Volkswirtschaft, 14 Berichte auf die Bevölkerungsentwicklung und 13 Berichte auf die Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Volksgruppe[100].

Die deutsche Volksgruppe in Ungarn ist durch 39 Berichte und 3 Anhänge erschlossen. Sie sind nicht nach Gebieten unterteilt.

Zur Geschichte der Volksgruppe befinden sich 10 Berichte, zu den kulturellen Einrichtungen 17 Berichte und zum Bevölkerungswesen 12 Berichte im Archiv.

Zur deutschen Volksgruppe in der Slowakei können 23 Berichte gefunden werden.

So gibt es zur Geschichte der deutschen Volksgruppe 9 Berichte und 3 Anhänge. Zu den kulturellen Einrichtungen 10 Berichte gefunden werden. Zu den Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Volksgruppe sind zwei Berichte vorhanden

 

Wiederum ist keine Suche nach Personen, außer den Berichtsverfassern möglich. Ein Personenindex ist nicht vorhanden, so dass das gesamte Findbuch nach Kenntnis des Berichtsortes und seiner Lage durchsucht werden muss.

Dennoch geben auch diese Berichte dem Familienforscher einen guten Eindruck der Lebensverhältnisse in den deutschen Siedlungsgebieten außerhalb des Deutschen Reiches.

 

4.16 Ost Dok 17 - Fragebogenberichte und Gemeindeschicksalsberichte zu Südosteuropa

 

Die Ost Dok 17 enthält Berichte zur Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Südosteuropa.

Sie entstand in Zusammenarbeit des Bundesarchivs und der Vertriebenenverbände analog zur Ost Dok 1 und 2. Ziel sollte es sein, die Ereignisse in den Gemeinden während und nach der deutschen Besatzungszeit aufzuzeigen. Dieses wurde umso wichtiger, da viele Dokumente der Jahre 1944/45 verloren sind. Volksgruppen, die nach 1945 in ihrer Heimat verblieben waren, wurden in die Befragung nicht einbezogen.

Die Gliederung ist unterschiedlich. So sind die Berichte aus der Slowakei nach Ortsnamen alphabetische geordnet während die Berichte aus Ungarn und Jugoslawien zuerst über die Verwaltungsgemeinschaft und erst dann alphabetisch in den Orten aufgesucht werden können.

Die Bezeichnung der Ort erfolgt in der Sprache des Landes und der deutschen Übersetzung wobei Ungarn die Ausnahme mit rein ungarischen Namen darstellt[101]

Die Berichte entstanden auf der Basis von Fragebögen, welche ähnlich denen der Ost Dok 1 waren. Wichtig waren nun allerdings auch Fragen nach deutschen Sabotageakten gegen jugoslawische Truppenbewegungen und feindlichen Partisanenaktionen. Die Fragebögen, getrennt nach den Befragungsgebieten befinden sich dem Findbuch der Ost Dok 17 vorangestellt.

Zu Jugoslawien befinden sich 359 Berichte im Archiv[102]. Zu Ungarn befinden sich 447 Berichte im Archiv[103]. Zu Rumänien, das nicht in Verwaltungsgebiete aufgeteilt wurde, sind 72 Berichte vorhanden.

Die Slowakei ist ebenfalls nicht in Verwaltungsgebiet unterteilt. Sie ist durch 169 Berichte erschlossen. Die Suche zu Rumänien und der Slowakei erfolgt alphabetisch nach den Ortsnamen.

 

Wiederum ist eine personalisierte Suche nicht möglich. Auch ein Verfasserindex existiert nicht. Die Berichte geben aber einen guten Eindruck über die Lebensverhältnisse der Bevölkerung und können auf diese Weise das Leben und Leiden der Vorfahren des Familienforschers wiedergeben.

 

4.17 Ost Dok 18

 

Die Ost Dok 18 ist eine Kartei, welche sich mit der militärischen Besetzung Jugoslawiens befasst.

In Punkt I sind die Gliederungen der Wehmacht aufgeführt. Punkt III behandelt die Militärverwaltungen, den Arbeitseinsatz, die Währungsfragen mit der Wirtschaft sowie die Militärjustiz.

Punkt III beschreibt den Bereich der Höheren SS und Polizeiführer.

Römisch IV zeigt die Personenschäden im Bereich Jugoslawiens während der Besetzung auf.

 

Diese Dokumente sind für Familienforscher sehr interessant, da sie personenbezogene Daten enthalten. Für den Fall, dass ein Familienangehöriger auf dem Balkan gedient hatte, kann er in den Karteien möglicherweise nachvollzogen werden.

 

4.18 Ost Dok 20 - Gemeindeschicksalsberichte Sudetenland

 

Die Ost Dok 20 enthält Gemeindeschicksalsberichte über das Leben der deutschen Volksgruppe in der Tschechoslowakei bis 1938 und für die Zeit bis 1945 im Reich und im Protektorat. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Sudetendeutschen Archiv ab 1958 angelegt. Zusätzlich wurden im Bestand Ost Dok 21 verwaltungstechnische Berichte gesammelt.

Ziel war es, das Leben der Sudetendeutschen mit allen „[...] noch erreichbaren Quellen archivalischer Natur [...]“ zu erfassen und eine „[...] Grundlage zur Feststellung des politischen, ethnologischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Zustandes der sudetendeutschen Volksgruppe [...]“ in den Jahren 1918 bis 1945 zu schaffen[104].

Die Befragung erfolgte anhand eines Fragebogens. Es liegen derzeit 566 Berichte aus 70 Kreisen vor. Der Fragebogen ist dem der Ost Dok 1 sehr ähnlich.  Ihr besonderer Wert liegt im Faktum, dass viele Quellen aus der Kriegszeit vernichtet worden sind[105].

Zusätzlich befinden sich in der Dokumentation „Das Leben der deutschen Volksgruppe im tschechoslowakischen Staat und nach dessen Auflösung innerhalb des Deutschen Reiches bis 1945“ 97 Berichte.

 

Die Gliederung erfolgt nach Regierungsbezirken und darin nach Kreisen. Eine Suche nach Orten ist nicht direkt möglich.

Zum Regierungsbezirk Aussig liegen 120 Berichte vor. Zum Regierungsbezirk Eger können 140 Berichte gefunden werden. Zum Regierungsbezirk Troppau befinden sich 170 Berichte im Archiv. Zum Reichsgau Niederdonau  liegen 47 Berichte vor. Zum Reichgau Oberdonau liegen 27 Berichte vor. Die Kreise tschechischen Kreise Bergreichenstein, Eisenstein und Prachatitz, welche zwischen 1939 und 1945 durch den Gau München-Oberbayern verwaltet wurden sind mit 11 Berichten vertreten. Zum Oberlandratsbezirk Brünn liegen je ein Bericht zur Stadt und zum Land vor. Zum Oberlandratsbezirk Budweis liegen 5 Berichte vor. Zum Oberlandratsbezirk Mistek liegt ein Bericht vor. Zum Oberlandratsbezirk Friedberg mit dem Kreis Friedeberg / Mistek liegen 2 Berichte vor. Zum Oberlandratsbezirk Iglau liegen 10 Berichte vor. Zum Oberlandratsbezirk Königgrätz liegt ein Bericht vor. Zum Oberlandratsbezirk Olmütz mit dem Kreis Olmütz liegen acht Berichte vor. Zum Oberlandratsbezirk Pilsen liegen 2 Berichte vor. Zum Oberlandratsbezirk liegt für die Landeshauptstadt Prag ein Bericht vor. Zum Kreis Zlin, der keinem Oberlandratsbezirk zugeordnet wurde, liegt ein Bericht aus der Ortschaft Holleschau vor. Zum Kreis Teschen, der keinem Oberlandratsbezirk zugeordnet wurde, liegt ein Bericht vor. Weiterhin befinden sich in diesem bestand zu Arbeitslagern in den Kreisen Friede(c)k[106].

 

Die vorliegenden Daten sind nicht personenbezogen, sondern vom Fragebogen abhängige Berichte, so dass eine Suche nach Verwandten schwierig wird. Dennoch geben auch diese Berichte einen guten Eindruck über das Leben der Vorfahren. In wenigen Fällen mag auch ein Verwandter im Rahmen der Berichte erwähnt werden.

Die Autoren der Erinnerungsberichte des 2. Teils können über einen Verfasserindex erschlossen werden. Doch auch hier können nur die Autoren als Personen direkt erschlossen werden.

 

4.19 Ost Dok 21

 

Die Ost Dok 21 enthält „Berichte über die Tätigkeit der deutschen Verwaltung des Sudetenlandes und des Protektorats Böhmen und Mähren 1938-1945. Sie entstand in Zusammenarbeit des Bundesarchivs mit dem Sudetendeutschen Archiv in München.

Es handelt sich um eine Sammlung von Erinnerungs- und Zeugenberichten der deutschen Verwaltungstätigkeit, des Lebens der deutschen Volksgruppe und des Schicksals der deutschen Gemeinden in den Jahren 1938-1945.

Ziel war es, das Leben der Sudetendeutschen mit allen „[...] noch erreichbaren Quellen archivalischer Natur [...]“ zu erfassen und eine „[...] Grundlage zur Feststellung des politischen, ethnologischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Zustandes der sudetendeutschen Volksgruppe [...]“ in den Jahren 1918 bis 1945 zu schaffen[107].

 

Die Gliederung unterteilt sich in die Gebiete des Sudetenlandes und des Protektorates Böhmen und Mähren und ist innerhalb beider Obergruppen in Untergruppen, die sich an der allgemeinen Verwaltung, der Polizei[108], dem Finanzwesen, der Arbeit und Sozialordnung, der Wissenschaft und das Bildungswesen, die Wirtschaft und Industrie (einschließlich Verkehrswesen) sowie das Justizwesen orientieren, unterteilt. Für Das Protektorat ist der Unterpunkt Ernährung, Land- und Forstwirtschaft sowie die Selbstverwaltungskörperschaften eingefügt.

 

Neben der Sacherschließung ist auch ein Zugriff über einen alphabetischen Verfasserindex möglich.

 

Die Berichte sind nicht personalisiert geführt. Sie geben allerdings wiederum einen guten Eindruck in die Lebensverhältnisse der Vorfahren im Sudetenland geben. Allerdings sind die Berichte verwaltungstechnisch aufgeführt. Sollten Angehörige in den Verwaltungen im Sudetenland und im Protektorat gearbeitet haben, so könnten sie in den Berichten erscheinen.

Personalisierte Statistiken konnten nicht nachgewiesen werden.

 

4.20 Ost Dok 22

 

Die Ost Dok 22 enthält die „Dokumentation über die Entwicklung der Wirtschaft und des Industriepotentials in den Sudetenländern und im Protektorat Böhmen und Mähren 1938-1945“.

Auch hier handelt es sich um keine personalisierten Daten. Es handelt sich um Karteikarten, welche nach Berichtsgebieten und Sachgebieten geordnet sind.

Der Familienforscher kann diese Daten nutzbringend verwenden, wenn einer seiner Vorfahren einen Betrieb in den ehemaligen tschechischen Gebieten besessen hatte.

 

5. Die HOK- Heimatortskartei des Kirchlichen Suchdienstes

 

Die Heimatortskartei des Kirchlichen Suchdienstes entstand nach 1945 aus den Suchkarteien der Kirchen und des Roten Kreuzes.

Personen konnten nach der Flucht eine Karteikarte im Format, das in etwa der heutigen Norm Din- A 6 entspricht, ausfüllen und ihre Verwandten suchen. Weiterhin konnten sie sich selber registrieren lassen, um als Vermisster von den Verwandten gefunden zu werden.

Auf diese Weise entstanden rund 22 Millionen Karteikarten, welche bis heute überliefert sind.

Die Karteikarten sind nach dem Herkunftsgebiet der Vertriebenen geordnet und in eigenen Heimatauskunftsstellen gesammelt worden.

 

So sammelte die HOK Lübeck für die Gebiete Ost- und Westpreußens sowie Pommerns. Die HOK Augsburg sammelte für die Gebiete Ostbrandenburgs, Westbrandenburgs und die DDR- Gebieten, die HOK Stuttgart sammelte für Jugoslawien, Rumänien, die Sowjetunion und Ungarn. Die Vertriebenen aus Posen, dem Wartheland und Polens wurden durch die HOK Hannover erschlossen. Die HOK in Bamberg bewahrte die Karteikarten zu Nieder- und Oberschlesien. Die HOK in Regensburg sammelte für das Sudetenland.

Jedes Gebiet weist eine unterschiedlich ausgeführte Erschließung in Art und Qualität aus. So ist Niederschlesien sehr gut über Ortschaften und Kreise erschlossen. Jeder Ort kann direkt aufgesucht und über die Zusatzinformation der Kreisangabe zugeordnet werden. Für die Gebiete Ostbrandenburgs sind derzeit nur die Ortsnamen innerhalb der Kreise verzeichnet. Karteikastennummern oder Garantien, dass Karteikästen vorhanden sind, gibt es in diesem Bereich keine. Für Oberschlesien sind fast nur Suchen nach Kreisen möglich.

 

Die Karteikarten der HOK gelangten Ende der 1990er Jahre in das Lastenausgleichsarchiv nach Bayreuth und sind hier seit 2005 verwendbar. Ihre Einsichtnahme ist durch das Personenstandsgesetz geschützt. So ist eine Suche in der HOK möglich, die Verwendung von Daten über Personen, die nicht nachweisbar zur eigenen Familie gehören, untersagt. In der Regel wird der Archivar eine Vorauswahl der einsehbaren Karteikästen und Karteikarten treffen. In diesem Fall wird, nach derzeitigem Stand, nur der Karteikasten, welcher die eigene Familie umfasst, zur Verfügung gestellt. Innerhalb des Kastens können alle Namenträger eingesehen werden.

Für die gewerbliche Erbenermittlung und für die Wissenschaft besteht die Möglichkeit über eine Legitimation alle Karteikästen eines Ortes einzusehen. Hierzu ist das „berechtigte Interesse“ nachzuweisen. Das Personenstandsgesetz von 2007 regelt das Verfahren nicht.

 

Es lassen sich Suchkarten nach Angehörigen, Selbstmeldungen zwecks Auffindung durch die Familie, Kriegsgefangenenkarten mit Angaben der militärischen Einheiten, Todenmeldungskarten und Karten für Spätaussiedler (meist aus den 80 er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts) unterscheiden.

In der Regel finden sich Angaben zum Namen, Geburtsnamen bei Frauen, Vornamen, Geburtsdatum und - ort, den Wohnort zur Volkszählung am 1. September 1939, bei der Vertreibung und nach Ankunft im Gebiet der Besatzungszonen sowie Umzugsvermerke nach Gründung der beiden deutschen Staaten. In wenigen Fällen sind auch die Konfession, der Beruf, Heiraten und Verwandte aufgeführt. In seltenen Fällen können auch Familienangehörige bis zur 3. Generation vermerkt sein. Ebenso sind Angaben zu suchenden Personen oder Auskunftspersonen über das Schicksal von Vermissten zu finden.

 

Derzeit läuft ein Digitalisierungsprojekt bei den Stellen der HOK. So sind alle Karteikarten vor der Abgabe nach Bayreuth verfilmt worden und sollen für gewerbliche Zwecke in den kommenden Jahren dem Benutzer gegen eine Gebühr zur Verfügung gestellt werden. Hierzu laufen Planungen der HOK zur Gründung einer eigenen Firma.

Die Recherche in Bayreuth wird ihren Wert behalten, da die HOK- Auskunftsstellen nur eine genaue Namenssuche ermöglicht, während eine Einsichtnahme in Bayreuth weitere Namensträger einer Familie erbringen kann. die Kosten der Recherche in Bayreuth über die Recherchedienste dürften geringer sein als die zu erwartenden Kosten bei einer Anfrage bei der HOK.

 

Die Benutzung der HOK ist sehr sinnvoll, da sehr viele Namensträger in den Orten der deutschen Siedlungsgebiete verzeichnet sind. Die Angaben zu den Namen, Vornamen, Geburtsnamen und - daten, zum Wohnort vor und nach der Vertreibung, der Konfession, dem Beruf des Karteninhabers sowie, in günstigen Fällen, zu Familienangehörigen können Familienzusammenhänge deutlich werden lassen. Die Angaben der Karten ermöglichen weitergehende Recherchen über die Einwohnermeldeämter.

Es wird eine alphabetische Namenskartei und, bei größeren Städten eine Straßenkartei unterschieden. In vielen Fällen verweist die Namenskartei auf die Straßenkartei mit weitergehenden Angaben oder umgekehrt. Es empfiehlt sich, vor der Verwendung der Straßenkartei die Adressbücher der Stadt und die Namenskartei zur Eingrenzung des Recherchegebietes zu nutzen. 

Im Gegensatz zu den Gemeindeseelenlisten müssen in vielen Fällen die Familienzusammenhänge erst erschlossen werden. So ist ein Abgleich der gewonnenen Angaben mit Melde- und Standesdaten in jedem Fall notwendig.

Als Problem zeigt sich in der Praxis, dass nicht alle Angaben der Karteikarten richtig sind. Die Karten wurden aus dem Gedächtnis der Suchenden erstellt und vor den Stellen des Suchdienstes mündlich wiedergegeben. Neben Gedächtnisfehlern zu den Namen, Familienzusammenhängen, Berufen und Geburtsdaten konnten nun, bedingt durch den Dialekt, auch Schreibfehler der Namen oder Verständigungsfehler auftreten. Manche Karte ging sicherlich im Laufe der Jahre verloren oder wurde falsch in einen Karteikasten einsortiert. Als Grundlagenrecherche ist die Verwendung für jeden Familienforscher mit Interessensgebiet in den deutschen Siedlungsgebieten außerhalb der heutigen deutschen Grenze sehr gut geeignet.

 

 

5.3 Die HOK zu Ostpreußen

 

Die HOK zu Ostpreußen wurde in Lübeck gesammelt. Sie ist über die Kreise und anschließend über die dortigen Orte erschlossen.

Für größere Städte erfolgt eine alphabetische Unterteilung nach Namen oder eine Sortierung nach Straßennamen.

Insgesamt befinden sich 3148 durch das Findbuch nachweisbare Karteikästen zu Ostpreußen im Archiv[109]. Die Erschließung ist unterschiedlich. Die Kreise sind nicht alphabetisch geordnet, aber durch eine Inhaltsübersicht leicht auffindbar. In der Regel wird zwischen Stadtkreisen und Landkreisen unterschieden, doch konnte nachgewiesen werden, dass manche Kreisstädte nicht separat, sondern unter dem Landkreis behandelt wurden. In der Übersicht wird dieses deutlich.

Interessant dürften neben den Namens- und Straßenkarteien der Kreise besonders die Flüchtlingskarteien für Dänemark, die Pfarrkartei und die Kinder(vermissten)kartei zu Ostpreußen sein. Diese sind bisher kaum beachtet worden. Besonders im Bereich vermisster Eltern können diese Karteien für Flüchtlingskinder sehr hilfreich sein.

 

5.2 Die HOK zu Westpreußen

 

Die HOK zu Westpreußen wurde in Lübeck verwaltet. Sie ist nach Kreisen und folgend nach Orten geordnet. Eine alphabetische Ordnung ist nur in wenigen Fällen für die Ortschaften innerhalb der Kreise gegeben. Für größere Städte erfolgt eine alphabetische Unterteilung nach Namen oder eine Sortierung nach Straßennamen. Eine Unterteilung nach Gebieten wie in der Ost Dok, wie zum Beispiel dem Korridor, erfolgt nicht direkt, ist aber über die Aufstellung der Kreise im Findbuch erschließbar. Die Anzahl der Kästen wurde scheinbar nachträglich erhöht, da neben der normalen Zählung auch Kästen mit Buchstabierung eingefügt wurden. Weiterhin befinden sich im Anhang noch nicht erschlossene und geordnete Zusatzkästen. Sie werden in der Aufstellung extra vermerkt.

Neben den normalen Straßen- und Namenskarteien befinden sich auch Kästen zu Flüchtlingen nach Dänemark und Spätaussiedlern im Archiv. Dieser Bestand ist allerdings noch nicht erschlossen und kaum nutzbar. Die Kartei der westpreußischen Pfarrer ist zwar im Findbuch verzeichnet, doch derzeit in Bayreuth nicht auffindbar.

 

Die HOK zu Westpreußen umfasst 553 Karteikästen der Namenskartei ohne die im Umfang auf rund 60 Karteikästen zu schätzende Flüchtlingskartei Danzig und 408 Karteikästen der Straßenkartei für die großen Städte im Archiv. [110]. Letztere Karteien sind nicht über das Findbuch auffindbar und werden nur nach besonderer Nachfrage bereitgestellt.

 

5.3 Die HOK zu Pommern

 

Die HOK zu Pommern wurde, wie die HOK zu Westpreußen und Ostpreußen, in Lübeck gesammelt. Die Sortierung erfolgt über Kreise und innerhalb der Kreise über die Ortsnamen.

Der Kreis Randow, welcher bis zum 15. Oktober 1939 existierte wurde nicht aufgenommen. Die Ortschaften können in den Kreisen Stettin, Greifenhagen, Naugard und Ueckermünde gefunden werden.

Insgesamt können mit allen Randkarteien 2387 Karteikästen über das Findbuch aufgefunden werden. Große Teile der HOK zu Pommern und den von Lübeck aus bearbeiteten Gebieten im Baltikum sind noch nicht im Findbuch erschlossen[111].

 

5.4 Die HOK zur Mark Brandenburg und den Gebieten der ehemaligen DDR

 

Die HOK zur Mark Brandenburg wurde in Augsburg verwaltet. Sie umfasst die brandenburgischen Gebiete östlich der Oder sowie Kreise, die östlich und westlich der Oder lagen und nun durch die Grenze zu Polen getrennt sind.

Ihre Erschließung ist nur durch den Kreis und die Auflistung von Ortsnamen ohne Signaturen gegeben. Es besteht keine Garantie, dass Karteikästen zu den im Findbuch aufgeführten Orten vorhanden sind. Weiterhin sind viele Orte der ehemaligen Mark Brandenburg im Findbuch nicht verzeichnet. Kästen sind dennoch vorhanden. Es empfiehlt sich, mit dem Archivar zu sprechen.

Der Umfang an Karteikästen ist via Findbuch und nach Aussage der Archivare derzeit nicht zu überblicken.

Zusätzlich enthält die HOK Bandenburg Karteikarten der aus den 1952 aufgelösten Ländern der DDR. Ihre Gliederung erfolgt über das ehemalige „Land“ und innerhalb dessen alphabetisch nach Ortsnamen nicht nach Kreisen.

Eine West- und eine Ostkartei enthalten Namensträgern zu Flüchtlingen, welche nach 1945 aus den Ostgebieten in die späteren Gebiete der DDR und BRD kamen. Auch hier ist bisher keine Erschließung durchgeführt worden.

 

5.5 Die HOK zum Wartheland und Polen

 

Die HOK zum Wartheland und Polen wurde in Hannover geführt.

Sie ist nach den Provinzen Galizien, dem Generalgouvnerment Polen, Wolhynien, Ostpolen, Südostpreußen, dem Wartheland und dem ostpreußischen Kreis Sudauen unterteilt.

Nur für das Wartheland erfolgt eine Unterteilung nach Kreisen und Regierungsbezirken.

 

Die Ordnung für Galizien erfolgt alphabetisch nach den Ortsnamen nun. Sie umfasst 118 Karteikästen zu rund 3800 Orten. Eine Einteilung nach Kreisen erfolgt nicht.

Die HOK zum Generalgouvernement umfasst 144 Karteikästen zu rund 2000 Orten. Die HOK zu Wolhynien umfasst 91 Karteikästen zu rund 1200 Orten. Die HOK zu Ostpolen umfasst 30 Karteikästen zu rund 800 Orten. Die HOK Südostpolen umfasst 45 Karteikästen zu rund 1000 Orten. Das Wartheland umfasst 857 Karteikästen zu vorhanden[112].

Durchschnittlich befinden sich für das Wartheland 10 bis 15 Orte in einem Karteikasten, so dass nur eine geringe Dichte an Überlieferungsmaterial vorhanden ist[113].

 

5.6 Die HOK zu Niederschlesien

 

Die HOK zu Niederschlesien wurde in Bamberg verwaltet. Ihre Gliederung unterscheidet sich von der älteren Gliederung der HOK zu den Provinzen Ost- und Westpreußen, Posen, dem Wartheland und der Mark Brandenburg. Die HOK- Niederschlesien ist nach Ortsnamen alphabetisch gegliedert, so dass ein direkter Zugriff möglich ist. Doppelt vergebene Ortnamen werden zur Präzision durch die Zuordnung von Kreisen und Regierungsbezirken deutlich gemacht. So befinden sich Orte selben Namens, aber verschiedener Kreise, teilweise im selben Karteikasten. Größere Orte umfassen mehrere Karteikästen. Daher wird in dieser Arbeit die HOK nach Karteieinheiten und nicht nach Karteikästen aufgeführt. Insgesamt befinden sich 2547 Karteikästen zu 4345 Karteieinheiten ohne Breslau- Stadt für den Bereich Niederschlesien im Lastenausgleichsarchiv[114]. Für Breslau Stadt stehen 211 Karteikästen der Namenskartei, 286 verzeichnete und 292 noch nicht verzeichnete Karteikästen der Straßenkartei zur Benutzung zur Verfügung.

Die Überlieferungsdichte liegt bei etwa einem bis zwei Orten pro Karteikarteneinheit ohne Rücksicht auf die Namens- und Ortskartei von Breslau.

Die nun im Archiv begonnene Neuerschließung der HOK zu Jugoslawien, Ungarn, Rumänien und der Sowjetunion nimmt die Gliederung Niederschlesiens zum Vorbild.

 

5.7 Die HOK zu Oberschlesien

 

Die HOK zu Oberschlesien wurde in Passau geführt. Sie ist nach Kreisen und innerhalb derer nach Orten unterteilt. Es werden nur Karteikastenbereiche angegeben, selten eine genaue Nummer einem Ort zugeordnet, was die Suche erschwert. Außergewöhnlich ist die Führung von Straßenkarteien, Spätaussiedlerkarteien und Berufskarteien nicht als Zusatzkartei, sondern innerhalb der Orts- und Kreisgliederungen. Im Falle ihres Vorhandenseins, werden sie in der Aufstellung benannt.

Zu Oberschlesien befinden sich 4796 Karteikästen im Lastenausgleichsarchiv[115].

Weiterhin befindet sich im Bestand eine Namenskartei von Oberschlesien, die keinem der Orte zugeordnet werden konnte. Sie umfasst 1094 Kästen. Hinzu kommen 77 Kästen einer bereits begonnenen Sortierung dieser Namensträger und 17 Kästen mit Auskünften der WAST.

Im Bestand der HOK Passau befinden sich auch Zeitungen und Heimatblätter aus Oberschlesien. Im Findbuch sind nur derer Namen und Kastennummern benannt sind.

 

5.8 Die HOK zum Sudetenland und der Resttschechei

 

Die HOK zum Sudetenland wurde in Regensburg geführt. Sie ist nach Kreisen und innerhalb der Kreise nach Ortsnamen und Ortsnamensbereichen geordnet. Eine punktgenaue Suche nach Orten ist daher nur in wenigen Fällen möglich. Insgesamt befinden sich zum Sudetenland 2135 Karteikästen ohne Zusatzkästen im Archiv[116].

Straßenkarteien, Berufskarteien und Spätaussiedlerkarteien sind als Zusatzkarteien geführt.

Zu jedem der Kreise wurde im Jahr 2000 eine Restkartei in unbekanntem Umfang nach Bayreuth ausgelagert. In der Regel handelt es sich um 1 bis 3 Kästen pro Kreis.

 

Hinzu kommen 27 Karteikästen zu Spätaussiedlern, 5 Kästen zu Verschleppten, 2 Kästen Todesmeldungskarten der WAST, 2 Kästen geklärte Vermisstenfälle, 1 Kasten von Anfragekarten bei der HOK, 1 Kasten zu Veränderungsmeldungen, 1 Kasten mit Karteien zu Korrespondenz der Suchenden, 11 Kästen zu Erziehern in den Lagern und 1 Kasten zu Behörden und Firmen. Weiterhin befinden sich Zeitschriften des Suchdienstes aus den Jahren 1966-1969 im Bestand.

 

 

5.9 Die HOK zu Jugoslawien

 

Die HOK zu Jugoslawien wurde in Stuttgart geführt. Sie besteht aus einer Kartei der Kriegsgefangenenentschädigung, einer Ortskartei mit Randkartei, Namenskartei und Vermisstenkartei. Die Ortskartei umfasst 550 Karteikästen mit 4018 Ortseinheiten[117]. Hinzu kommen 2 Karteikästen einer Randkartei, 6 Karteikästen einer Namenskartei ohne Zuordnung zu Orten und 52 Karteikästen einer alphabetischen Namenskartei für Vermisste aus dem jugoslawischen Raum.

Die Kartei der Kriegsgefangenenentschädigung besteht aus 61 alphabetisch nach Namen geordneten Karteikästen.

Die Ortskartei ist nach Ortsnamen und deren Einordnung in die Kreise gegliedert. Damit befinden sich Orte verschiedener Kreise in einem Karteikasten, so dass hier, wie im Falle Niederschlesiens, nach Karteieinheiten und nicht nach Kästen gegliedert wird.

 

5.10 Die HOK zu Ungarn

 

Die HOK zu Ungarn wurde in Stuttgart geführt. Sie besteht aus 447 Karteikästen einer Namenskartei sowie 16 nach Namen geordnete Karteikästen einer Vermisstenkartei und vier Kästen einer ungeordneten Restekartei[118].

Die Ortskartei ist nach Ortsnamen und deren Einordnung in die Kreise gegliedert. Damit befinden sich Orte verschiedener Kreise in einem Karteikasten, so dass hier, wie im Falle Niederschlesiens, nach Karteieinheiten und nicht nach Kästen gegliedert wird.

 

5.11 Die HOK zur Slowakei

 

Die HOK zur Slowakei wurde in Stuttgart verwaltet und umfasst 118 Karteikästen[119]. Diese sind nach Orten geordnet. Zur Identifikation von Ortsnamen, die in verschiedenen Kreisen vorkommen, ist eine Lokalisierung durch die Kreisangabe gegeben. Zusätzlich befindet sich im Bestand eine 3 Karteikästen umfassende nach Namen geordnete Vermisstenkartei.

 

5.12 Die HOK zu Rumänien

 

Die HOK zu Rumänien wurde ebenfalls in Stuttgart geführt. Sie umfasst 686 Karteikästen. Hinzu kommen 10 Karteikästen der Kriegsgefangenenentschädigungskartei Rumäniens mit alphabetischer Namensordnung und eine Restkartei von 41 Karteikästen der Namenskartei (2 Karteikästen ungeordnet). Weiterhin befinden sich im Bestand 64 Karteikästen einer nach Orten geordneten Kartei zu Bessarabien sowie einer Ortskartei zur Dobrudscha im Umfang von 7 Karteikästen. Hinzu kommen 4 Karteikästen einer Namenskartei zu Dobrudscha und ein Karteikasten der Namenskartei zu Bessarabien und 2 Karteikästen der Kriegsgefangenenentschädigung zu Bessarabien und ein Karteikasten der Kriegsgefangenenentschädigung zur Dobrudscha[120].

 

 

5.13 Die HOK zur Karpato- Ukraine

 

Die HOK zur Karpato- Ukraine umfasst 12 Karteikästen einer nach Orten geordneten Kartei. Hinzu kommen 2 Karteikästen einer Namenskartei der Vermissten aus der Karpato- Ukraine[121]. Da mehrere Orte verschiedener Kreise in einem Karteikasten zusammengefasst sind, werden wiederum die Karteineinheiten angegeben.

 

 

 

5.14 Die HOK zur ehemaligen Sowjetunion und Bulgarien

 

Die HOK zur ehemaligen Sowjetunion ist unterteilt in die Gebiete der Ukraine mit 4 Karteikästen, der „Sowjetunion“, welche ebenfalls ukrainische Gebiete umfasst mit 198 Karteikästen für 2891 Orte, Weißrussland mit 4 Karteikästen, der ASSR der Krimtataren mit 10 Karteikästen für 357 Orte, der Armjanskaja SSR mit einem Karteikasten für 5 Orte, der Azerbaidshanskaja SSR mit 2 Karteikästen für 38 Orte, der ASSR Dagestanskaja mit einem Karteikasten für 41 Orte, der Grusinskaja SSR mit 3 Karteikästen für 63 Orte, der ASSR Karbardino-Balkarskaja mit einem Karteikasten für 33 Orte, der ASSR Kalmyzkaja mit einem Karteikasten für 19 Orte, der ASSR Sewero- Ostinskaja mit einem Karteikasten für 7 Orte und der ASSR Tschetscheno-Inguschskaja mit einem Karteikasten für 2 Orte. Weiterhin sind die autonomen Bezirke Krasnodarskij-Krai mit 2 Karteikästen für 157 Orte und Ordshonikidzewskij- Kraij mit 3 Karteikästen für 176 Orte verzeichnet. Hinzu kommen die Gebiete der Wolgadeutschen mit 14 Karteikästen[122].

Zusätzlich befindet sich im selben Findbuch die HOK zu Bulgarien im Umfang von 4 Karteikästen[123]. Sie ist nach Ortsnamen geordnet.

 

6. Die HAST (Heimatauskunftsstelle)

 

Die HAST wurde als Behörde zur Beschaffung von Ersatzbeweismitteln im Rahmen des Lastenausgleichsverfahrens geschaffen. Sie sollten durch Zeugenbefragungen, Korrespondenzen mit den neuen Machthabern in den alten deutschen Siedlungsgebieten, die Beschaffung von Grundbuchkopien und Standesurkunden die verlorenen Dokumente der Vertriebenen ersetzen[124].

Insgesamt wurden 41 HAST geschaffen. Die Gebietszuständigkeiten regelte die „Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetztes über die Feststellung von Vertriebenenschäden und Kriegsschäden“[125]. Seit den 1990 Jahren gehört auch die Nachweisbeschaffung zur Deutschstämmigkeit von Spätaussiedlern zur Aufgabe der HAST[126]. Die Dokumente der HAST dienen als Grundlage der Beweisführung im Lastenausgleichsverfahren.

 

Die Auswertungen der HAST werden in Bayreuth gesammelt. Sie sind in Ordnern zu den Provinzen zusammengefasst. Innerhalb dieser Gebiete sind die Bestände nach Kreisen und darin nach Orten gegliedert. Ein eigenes Findbuch liegt bisher nicht vor. Die Erschließung erfolgt derzeit über Kopien des Ortsnamensbuches von 1954 und der handschriftlichen Zuordnung von Dokumenten zu den Kreisen. Leider liegen in Bayreuth keine detaillierten Angaben der HAST vor. Eine Rücksprache mit den Archivaren ist in jedem Fall notwendig. Eine Garantie, dass Bestände vorhanden sind, ist in keinem Fall gegeben.

Nur für die HAST 2 zu den seit 1939 zum Deutschen Reich gehörenden Orten des ehemaligen Tschechiens[127] liegt derzeit ein detailliertes Findbuch vor. Dieses ist nach Kreisen und Orten geordnet und im Bestand ZLA 7-02 verzeichnet. Die Korrespondenz zur Erstellung der Listen befindet sich im Bestand ZLA 7-01.

Die HAST unterliegen, wie jedes Archivgut der 30jährigen Sperrfrist“[128]. Diese Frist ist bereits abgelaufen.

Ein jeder HAST- Ordner enthält zu jedem Ort eine Aufstellung von Gewährsleuten für die Auskünfte, einer Aufstellung des Grundbesitzes und des Firmenbesitzes einzelner Personen sowie öffentlicher Träger wie Schulen und Behörden in den entsprechenden Gemeinden.

 

Die HAST gibt einen guten Eindruck über die Besitzstruktur und -verteilung in den Gemeinden. Sie können für den Familienforscher einen guten Eindruck über den Besitz der Vorfahren geben. Weiterhin lassen sich in Ergänzung mit anderen Quellen mögliche Verwandtschaftsverhältnisse der Personen in den entsprechenden Orten erkennen.

Der Anhang zeigt die bereits erschlossenen Kreise der HAST[129].

 

7. Adressbücher in der Bibliothek des Lastenausgleichsarchivs Bayreuth

 

Wertvolle Quellen zur Erforschung der Geschichte stellen Adressbücher dar. So können Bewegungsprofile von Personen, noch vor Beginn einer Recherche in den Dokumenten der Lastenausgleichsakten und der HOK, erstellt werden. Dieses ist besonders wichtig, wenn es dem Forscher nicht gesichert ist, in welchen Orten die gesuchten Personen lebten. Fehlbestellungen von Akten und Karteikästen sowie langwierige und kostspielige Suchen können durch die Konsultation von Adressbüchern vermieden werden. Weiterhin sollten Adressbücher konsultiert werden, bevor die Straßenkarteien der Städte eingesehen werden. Eine Blindsuche kann auf diese Weise vermieden werden. Ebenso ist es möglich, familiäre Zusammenhänge zu erkennen, da Familien in der Regel unter derselben Adresse auffindbar sind. Einige Adressbücher enthalten auch Berufsbezeichnungen von Personen, um diese besser zuordnen zu können.

Das Lastenausgleichsarchiv führt in seiner umfangreichen Bibliothek mit Literatur zum Thema Flucht und Vertreibung sowie heimatkundlicher Bücher aus den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten einen Bestand an Adressbüchern, die heute teilweise nicht mehr im Antiquariat auffindbar sind.

Die im Anhang befindliche Liste gibt einen Überblick über die Adressbuchbestände zum Stand vom August 2010[130].

 

8. Zusammenfassung

 

Die im Rahmen dieser Arbeit vorgestellten Quellen haben einen großen Nutzen zur Erforschung der Familiengeschichte und der Erbenermittlung. Die jährlich steigende Zahl an Benutzertagen im Lastenausgleichsarchiv verdeutlicht, dass Hobbyforscher und Profis zunehmend die Bedeutung der in Bayreuth lagernden Quellen erkennen. Es konnte im Rahmen der Arbeit nur ein Querschnitt der vorhandenen Quellen aufgezeigt werden. Mögen die hier gemachten Angaben dem zukünftigen Benutzer wertvolle Tipps zur Verwendung und zur Nutzung der Quellen gegeben haben.

Zur Unterstützung einer Recherche oder zu deren kompletten Ausführung stellt das Lastenausgleichsarchiv mehrere Recherchedienste bereit. Diese, meist als Studierende tätigen Personen, erledigen nunmehr seit über 8 Jahren unzählige Anfragen von Privatpersonen und Erbenermittlungen im In- und Ausland. Auch der Autor dieses Werkes begann seinen Dienst als Recherchedienst und ist daher sehr wohl mit den Beständen vertraut.

 

 

 



[1] Vgl. Pilvousek, Josef und Preuß, Elisabeth (Hrsg.): Aufnahme.- Integration Beheimatung. Flüchtlinge in der Ankunftsgesellschaft, Münster 2009.

[2] Gesetz über den Lastenausgleich vom 14.08.1952, in: BGBL I 1952, § 1, S. 446.

[3] Gesetz über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge (BVFG) vom 19.08.1953, in: BGBL I 1953, S. 201.

[4] Gesetz über die Feststellung von Vertreibungsschäden und Kriegsschäden vom 21.04.1952, in: BGBL I 1952, S. 237.

[5] Dieses war besonders bei Erbgemeinschaften der Fall.

[6] Gesetz über den Lastenausgleich, § 11,1.

[7] Gesetz zum Lastenausgleich § 12 (1), 2.

[8] Gesetz über die zentrale Archivierung von Unterlagen aus dem Bereich des Kriegsfolgerechts vom 6. Januar

    1988, in: BGBL I 1988, S. 65.

[9] Gesetz über die Feststellung von Vertreibungsschäden und Kriegsschäden vom 21.04.1952, in: BGBL I 1952, § 24, S. 237.

[10] Direktion des Bundesarchivs (Hrsg.): Das Bundesarchiv und seine Bestände, 3. Aufl. Boppard 1977, S. 713-716.

[11] Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsbeschädigte (Hrsg.): Dokumentation der

    Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, Bde I/1 und I/2. Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung 

    aus den Gebieten östlich der Oder-Neiße, Bonn 1953.

    Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsbeschädigte (Hrsg.): Polnische Gesetz und  

    Verordnungen 1944-1945, Bonn 1957.

    Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsbeschädigte (Hrsg.): Dokumentation der  

    Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, Bd. II. Das Schicksal der Deutschen in Ungarn, Bonn 1957.

    Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsbeschädigte (Hrsg.): Dokumentation der 

    Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, Bd. III, Das Schicksal der Deutschen in Rumänien, Bonn

    1957.

    Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsbeschädigte (Hrsg.): Dokumentation der  

    Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, Bd. IV/1 und Bd. IV/2, Die Vertreibung der Deutschen aus

    der Tschechoslowakei, Bonn 1957.

[12] Bundesausgleichsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Mittel- und Ostdeutschland und die früheren

     deutschen Siedlungsgebiete im Ausland, Fankfurt a. M. 1970.

[13]   Tiebel: Vorbemerkung zum Findbuch der Ost Dok 1, Koblenz 1962.

      BArch LAA Bayreuth, Ost Dok 1, S. 2 f.

[14]   Thein: Vorbemerkung zum Findbuch der Ost Dok 1, Anhang, Koblenz 1975.

      BArch LAA Bayreuth, Ost Dok 1, Anhang, S. 2 f.

[15] Ebda., S. 4.

[16] Siehe Anhang I.

[17] Siehe Anhang II.

[18] Siehe Anhang III.

[19] Siehe Anhang IV.

[20] Siehe Anhang V.

[21] Siehe Anhang VI.

[22] Siehe Anhang VII.

[23] Siehe Anhang VIII.

[24] Siehe Anhang IX.

[25] Siehe Anhang X.

[26] Siehe Anhang XI.

[27] Siehe Anhang XII.

[28] Tiebel: Vorbemerkung zum Findbuch der Ost Dok 2, Koblenz 1965.

     BArch LAA Bayreuth, Ost Dok 2, S. 3.

[29] Siehe Anhang XIII.

[30] Siehe Anhang XIV.

[31] Siehe Anhang XV.

[32] Siehe Anhang XVI.

[33] Siehe Anhang XVII.

[34] Siehe Anhang XVIII.

[35] Siehe Anhang XIX.

[36] Siehe Anhang XX.

[37] Siehe Anhang XXI.

[38] Siehe Anhang XXII.

[39] Siehe Anhang XXIII.

[40] Siehe Anhang XXIV.

[41] Siehe Anhang XXV.

[42] Siehe Anhang XXVI.

[43] Siehe Anhang XXVII.

[44] Siehe Anhang XXVIII.

[45] Siehe Anhang XXIX.

[46] Siehe Anhang XXX.

[47] Siehe Anhang XXXI.

[48] Siehe Anhang XXXII.

[49] Siehe Anhang XXXIII.

[50] Tiebel: Vorbemerkung zum Findbuch der Ost Dok 3, Koblenz 1964.

    BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 3, S. 2.

[51] Siehe Anhang XXXIV.

[52] Siehe Anhang XXXV.

[53] Siehe Anhang XXXVI.

[54] Siehe Anhang XXXVII.

[55] Siehe Anhang XXXVIII.

[56] Siehe Anhang XXXIX.

[57] Siehe Anhang XL.

[58] Siehe Anhang XLI

[59] Siehe Anhang XLII.

[60] Siehe Anhang XLIII.

[61] Siehe Anhang XLIV.

[62] Siehe Anhang XLV.

[63] Krannhals: Vorwort zum Findbuch der Ost Dok 4, Koblenz 1988

    BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 4, S. 1.

[64] Karnnhals: Die Rettung der Flüchtlinge über See, o. D.

    BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 4 / 4.

[65] Siehe Anhang XLVI.

[66] Erlebnisberichte von Offizieren, Mannschaften , Passagieren der von Reedereien eingesetzten

    Handelsschiffe, 1965-1966.

    BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 4 / 63-68.

[67] Berichte über Schiffsbewegungen der Flüchtlingsschiffe in Ablichtung von Fernschreiben des MOK Ost , 

     MOK III sowie des DRK- Suchdienstes, o. D.

     BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 4 / 37 und 38.

[68] Kriegstagebücher, o. D.

     BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 4 / 43 , 44.

[69] Kartei nach Reedereien mit Schiffsangaben sowie Schiffskartei, o. D.

    BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 4 / 88 , 90.

[70] Wissensträgerkartei, o. D.

    BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 4 / 89.

[71] Lenz: Vorwort zum Findbuch der Ost Dok 5, Koblenz 1989.

    BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 5, S. 1.

[72] Siehe Anhang XLVII.

[73] Flüchtlingsgräber in Dänemark, Unterlagen aus dem Archiv Klittegaard, o. D.

    Barch, LAA, Ost Dok 5 / 26.

    Leitzordner KG I-III: Unterlagen zur Erforschung von Kriegsgräbern in Dänemark

    Barch, LAA, Ost Dok 5 / 60 bis 62.

[74] Geschichte des Lagers Oxbol einschl. Personen- , Dokumentenverzeichnis, o. D.

     Barch, LAA, Ost Dok 5 / 14 , 15.

[75] Fotos aus dem Lagerleben der deutschen Flüchtlinge in Dänemark.

    Barch, LAA, Ost Dok 5 / 30.

[76] Persönliche Berichte aus den Lagern, o. D.

    Barch, LAA, Ost Dok 5 / 62 bis 72.

[77] Das Findbuch der Ost Dok 6 ist in Bearbeitung, wird demnächst zugänglich sein. Daher stützt sich die

    Ausführung auf die Arbeitshilfe der Archivare des Lastenausgleichsarchivs in Bezug auf die   

    Ostdokumentationen.

[78] Tiebel: Vorbemerkung zum Findbuch der Ost Dok 7, Koblenz 1962

     BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 7, S. 2.

[79] Ebda., S. 5.

[80] Siehe Anhang XLVIII.

[81] Siehe Anhang IL.

[82] Siehe Anhang L.

[83] Siehe Anhang LI.

[84] Dienwiebel: Vorbemerkung zu, Findbuch der Ost Dok 8, Koblenz 1965.

    Barch, LAA, Bayreuth, Ost Dok 8, S. I f.

[85] Siehe Anhang LII.

[86] Hopf: Vorbemerkung zum Findbuch der Ost Dok 10, Koblenz 1982

      BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 10, S. I f.

[87] Ebda., S. II.

[88] Elbing-Stadt, Elbing-Land, Marienburg, Marienwerder, Rosenberg , Stuhm.

[89] Deutsch Krone, Flatow, Schlochau.

[90] Vorbemerkung zum Findbuch der Ost Dok 11, Koblenz 1990.

      BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 11, S. 3.

[91] Siehe Anhang LIII.

[92] Siehe Anhang LIV.

[93] Lenz: Vorbemerkung zum Findbuch der Ost Dok 13, Koblenz 1992.

     BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 13, S. V f.

[94] Siehe Anhang LV.

[95] Hofmann: Vorwort zum Findbuch der Ost Dok 14, Koblenz 1979.

      BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 14, o. S.

[96] Siehe Anhang LVI.

[97] Hopf: Vorwort zum Findbuch der Ost Dok 16, Koblenz 1974.

     BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 16, S. I.

[98] Ebda.

[99] Siehe Anhang LVII.

[100] Siehe Anhang LVIII.

[101] Hofmann: Einleitung zum Findbuch der Ost Dok 17, Koblenz 1976.

     BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 17, S. I f.

[102] Siehe Anhang LIX.

[103] Siehe Anhang LX.

[104] Thein: Vorbemerkung zum Findbuch der Ost Dok 20, Koblenz 1978.

[105] Kuhn, Heinrich: Markblatt, o. D.

Barch LAA, Bayreuth, Ost Dok 20, S. III.

[106] Siehe Anhang LXI.

[107] Hofmann, Einleitung zum Findbuch der Ost Dok 21, Koblenz 1979.

BArch LAA, Bayreuth, Ost Dok 21.

[108] Hierzu liegen keine Berichte vor.

[109] Siehe Anhang LXII.

[110] Siehe Anhang LXIII.

[111] Siehe Anhang LXIV.

[112] Siehe Anhang XLVI.

[113] Im Bereich Ost- und Westpreußens zeigt sich, dass Karteikasten durchschnittlich ein bis drei Orte (ohne Königsberg berechnet) erfasst sind.

[114] Siehe Anhang XLVII.

[115] Siehe Anhang XLVIII.

[116] Siehe Anhang LXIX.

[117] Siehe Anhang LXX.

[118] Siehe Anhang LXXI.

[119] Siehe Anhang LXXII.

[120] Siehe Anhang LXXIII.

[121] Siehe Anhang LXXIV.

[122] Siehe Anhang LXXV.

[123] Siehe Anhang LXXVI.

[124] Feststellungsgesetz von vom 21.04.1952, BGLB I, 1952 § 24, S.

[125] „Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetztes über die Feststellung von Vertriebenenschäden und  

       Kriegsschäden (1. DV) vom 22.12.1952, in: BGLB I 1952, S. 845.

[126] Gesetz über die Angelegenheit der Vertriebenen und Flüchtlinge, Neufassung vom 02.06.1993, in: BGLB I 1993, S. 829 f.

[127] Erlass des Führers und Reichskanzlers über das Protektorat Böhmen und Mähren, in: RGBL I 1939, S. 485

[128] Bundesarchivgesetz, in: BGBL I 1992 vom 13.03.1992, S. 506

[129] Siehe Anhang LXXVII.

[130] Siehe Anhang LXXVIII.

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